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Kosten für den Bodenaustausch an der Meppener Schützenstraße von 850000 Euro Drei belastete Flächen komplett saniert

Baudezernent Dieter Müller (links) begrüßte Vertreter der Firmen und Behörden an der Schützenstraße: Foto: Hermann-J. MammesBaudezernent Dieter Müller (links) begrüßte Vertreter der Firmen und Behörden an der Schützenstraße: Foto: Hermann-J. Mammes

ma Meppen. Die Sanierung von drei verseuchten Meppener Grundstücken ist abgeschlossen. Die Böden waren jeweils mit Altölen und Kraftstoffen verseucht. Alle drei Areale befinden sich in Höhe des alten Hafens.

Bei einem Ortstermin auf einem Grundstück an der Schützenstraße sagte Stadtbaudezernent Dieter Müller gestern: „Das ist der Start für eine neue Stadt am Wasser.“

Das gesamte Stadtumbaugebiet „Rechts der Ems“ umfasst eine Fläche von 16 Hektar. Ein mögliches Ziel sei es, attraktive Wohnflächen am Wasser stadtnah am ehemaligen Hafen zu schaffen.

Es war jedoch bekannt, dass sich im Erdreich von drei Grundstücken „sehr schwierige Altlasten“ befinden. Diese Grundstücke konnten nur als spätere Wohnbauflächen genutzt werden, wenn sie vollständig saniert werden. Exakt dies sei unter Mitwirkung des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland in den vergangenen Monaten geschehen.

Gemeinsam mit dem Meppener Fachbüro Lüpkes kam man 2010 zu dem Entschluss, den mit Mineralölen kontaminierten Boden an allen drei Stellen komplett auszukoffern. Gutachter Dr. Karl-Heinz Lüpkes sagte gestern, dass man von Oktober 2010 bis Anfang 2011 ein Gesamtareal von rund 4000 Quadratmetern bearbeiten musste. Die Firma H. Jansen aus Aschendorf musste über 1100 Tonnen Erde abfahren. Der belastete Boden wurde zur Spezialdeponie nach Ibbenbüren gefahren. Müller lobte ausdrücklich die Fachfirma, die diese schwierige Aufgabe in den Herbst- und Wintermonaten meisterte. Anschließend wurden die Grundstücke wieder mit „sauberem Boden“ verfüllt.

Zudem wurden „etliche Hundert Kubikmeter Wasser abgepumpt“. Die Gesamtkosten für die Aktion bezifferte Baudirektor Müller auf 850000 Euro. Dabei wurde die Maßnahme mit Finanzmitteln des Konjunkturprogramms II der Bundesrepublik gefördert.

Architektenwettbewerb

Baudezernent Müller stellte das weitere Prozedere vor. „Wir haben am Dienstag in Hannover Gespräche mit der Architektenkammer geführt.“ In den kommenden Wochen würden die Vorgaben für einen Architektenwettbewerb für das gesamte 16 Hektar große Areal des Stadtumbaugebietes „Rechts der Ems“ festgelegt. Im August würden die Unterlagen dann veröffentlicht.

Nach der Kommunalwahl am 11. September 2011 soll dann der neue Stadtrat sich der Architektenvorschläge annehmen. Müller geht davon aus, dass der Meppener Stadtrat dann etwa Anfang 2012 die Entscheidungen über die Ausgestaltung des Areals fällt.


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