zuletzt aktualisiert vor

Lauter Applaus für stille Helden Landkreis Emsland zeichnet fünf engagierte Ehrenamtliche aus

Von Tobias Ahrens

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Geehrten zusammen mit den Ehrenden: Sascha Bädorf, Hermann Bookjans, Clemens Vollmer, Ursula Mersmann, Hermann Hafner, Landrat Hermann Bröring, Staatssekretär Heiner Pott, Ellen Hücking, Mechthild Auffahrt, Heiner Reinert und Nothard Kaßburg (von links). Foto: Tobias AhrensDie Geehrten zusammen mit den Ehrenden: Sascha Bädorf, Hermann Bookjans, Clemens Vollmer, Ursula Mersmann, Hermann Hafner, Landrat Hermann Bröring, Staatssekretär Heiner Pott, Ellen Hücking, Mechthild Auffahrt, Heiner Reinert und Nothard Kaßburg (von links). Foto: Tobias Ahrens

toba Meppen. Sport, Kunst und Kultur, Sicherheit, Soziales und Umwelt nennen sich die fünf Kategorien, in denen der Landkreis Emsland ehrenamtlich Tätige prämiert hat. Am Tag des Ehrenamtes lud er dazu am Dienstag im Meppener Kossehof ein.

„Es kann nicht genügend Gelegenheit geben, um das Ehrenamt zu würdigen“, begründete Landrat Hermann Bröring die Idee, „stille Helden“ des bürgerschaftlichen Engagements zu ehren. Dabei seien in den vergangenen Monaten 139 Personen, unter ihnen 95 Männer und 44 Frauen, der Jury vorgeschlagen worden. Durch die Vielzahl der Bewerbungen sei der emsländische Ehrenamtspreis als ausbaufähiges Zugpferd anzusehen, so Bröring.

Als Gastredner machte der ehemalige Lingener Oberbürgermeister und jetzige Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium Heiner Pott auf das emsländische Grundverständnis des Ehrenamts aufmerksam. „Früher sagte man platt: Red nicht so viel, tu lieber wat. Für die Dorfgemeinschaft war dies ein durchaus überlebenswichtiges Grundprinzip“, zeigte Pott die Notwendigkeit freiwilliger Arbeit auf.

Ein Schmunzeln ging durch den Saal, als der Lingener berichtete, dass einer Studie zufolge ehrenamtlich Tätige eine durchschnittlich höhere Lebenserwartung hätten als ihre Mitmenschen. Vor allem ältere Personen würden durch das Ehrenamt ihren Wert für die Gesellschaft spüren können.

In der anschließenden Preisverleihung ließ sich die Jury durchaus Zeit bis zum Verlesen der Gewinnernamen. Als Erster über Urkunde, Glaspokal und Geldpreis durfte sich Hermann Haffner von Concordia Schöninghsdorf in der Kategorie „Sport“ freuen. Der 69-Jährige war über mehrere Jahre im Vorstand des Vereins tätig und engagiert sich nun als Platzwart. „Unser Preisträger ist die ehrenamtliche Karriereleiter wortwörtlich hinabgestiegen. Das macht sein Engagement besonders wertvoll“, urteilte Laudator Hermann Bröring.

Mit dem Prädikat „besonders still“ hatte sich Nothard Kaßburg als Preisträger in der Kategorie „Kunst und Kultur“ verdient gemacht. Seit über einem halben Jahrhundert engagiert sich der Meppener bei der Freilichtbühne sowohl als Hauptdarsteller, aber auch hinter dem Podest.

„Stellen Sie sich vor es brennt, und niemand löscht das Feuer“, hatte Staatssekretär Heiner Pott den Gästen die Arbeit der Feuerwehr nahegebracht. Im Bereich „Soziales“ erhielt daher der Kreisjugendfeuerwehrwart Sascha Bädorf aus Rütenbrock stellvertretend für alle Feuerwehren den Ehrenamtspreis des Landkreises Emsland.

Für seine Ausdauer im 91-Seelen-Dorf Henschen in acht Vereinen wurde Clemes Volmer in der Kategorie „Soziales“ geehrt. Vor allem durch den Tag der offenen Gärten, der jährlich etwa 3000 Besucher anlockt, hatte er sich als antreibende, aber bescheidene Kraft im Heimatdorf qualifiziert.

Vollkommen ohne Verein oder Organisation hält es die Gewinnerin der Kategorie „Umwelt“. Ellen Lücking beseitigt tagtäglich selbstständig den Müll am Lathener Emsufer und hält ihr Umfeld so sauber. Laudator Mechthild Auffahrt fasste zusammen: „Sie ist eine echte Kümmerin.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN