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Versammlung mit Ehrungen Ruller Wallfahrtsverein Meppen: Als Glaubende gehen wir unseren Weg

<em>Monsignore</em> Dietmar Blank, Dieter Sur, Annegreth Niemann und Hermann Fehnker vor der restaurierten Madonnenstatue. Foto Heinz-Gerd StahlMonsignore Dietmar Blank, Dieter Sur, Annegreth Niemann und Hermann Fehnker vor der restaurierten Madonnenstatue. Foto Heinz-Gerd Stahl

Meppen. „Als Glaubende gehen wir unseren Weg“, so lautet in diesem Jahr der Leitspruch für die Wallfahrt nach Rulle. Das gab auf der Mitgliederversammlung des Ruller Wallfahrtsvereins Meppen Hermann Fehnker bekannt. In der heutigen Zeit brauche es Mut, den Glauben zu bezeugen, betonte der Vorsitzende.

In seinem Tätigkeitsbericht bezeichnete Dieter Sur die jährliche Fußwallfahrt nach Rulle als Sinn und Höhepunkt des Vereinslebens. Unter dem Leitspruch „Seid ohne Angst, fürchtet Euch nicht“ hätten sich im Jahr 2012 145 Fußwallfahrer unter der Leitung von Hermann Fehnker auf den Weg gemacht. Der Fußweg, die Mühen sowie das gemeinsame Beten und Erleben habe alle Pilger wieder zu einer großen Wege- und Glaubensgemeinschaft werden lassen hob der Schriftführer hervor und äußerte sich überzeugt, dass es bei der Wallfahrt in diesem Jahr wieder so sein werde. Er nutzte die Gelegenheit zu einem Dank an alle Pilger, Helfer, Gastgeber, Raststätten, dem DRK sowie allen anderen Wohltätern.

Seit 40 Jahren gehören Ewald Hermes, Dieter Sur und Hermann Wenker dem Ruller Wallfahrtsverein an. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft können Annegreth Niemann, Mechthild Warmbold, Bernd Schmitz, Margret Spooren und Andrea Foppen dem Verein an. Zusammen mit Präses Monsignore Dietmar Blank danke Hermann Fehnker den Jubilaren für ihre langjährige Vereinstreue und überreichte den anwesenden Urkunden und Pilgerkerzen.

Josef Hake verlas einen an die Wallfahrer gerichteten Brief von Pater Bernhard Wernke, der in Mosambik tätig ist. Der Geistliche, der dem Orden der Weißen Väter angehört, berichtet von der großen Hitze und von durch Regen und Gewitter verursachten Schäden. Zusammen mit anderen Patres baut Pater Wernke christliche Gemeinschaften auf. Leider gibt es keinen Katechismus und keine Liederbücher in Ndau, der dort gängigen Sprache.

Im Laufe der Jahre haben die Patres Wörter gesammelt und geben diese in digitalisierter Form weiter. Digitalisiert werden sollen auch die Lesungstexte. Notwendig ist ferner die Schaffung von Infrastrukturen für die Aus- und Weiterbildung der Katecheten. Geplant ist, auf der Missionsstation die Errichtung von zwei Sälen mit Koch- und Waschgelegenheiten. Zurzeit wird eine Arbeiterwohnung restauriert. Eine vor zwei Jahren gegründete Kolpingfamilie hat sich nach Aussage von Pater Wernke gut entwickelt. Nachgedacht wird über die Anschaffung eines gebrauchten Lkw. Die Anschaffungskosten werden mit rund 10 000 Euro beziffert.


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