Vorerst gilt Testpflicht Neue Corona-Regeln an Schulen im Emsland nach den Ferien

Schulleiter im Emsland sind zufrieden mit der Test-Versorgung. Bei Engpässen funktioniere die Zusammenarbeit unter den Einrichtungen unkompliziert.Schulleiter im Emsland sind zufrieden mit der Test-Versorgung. Bei Engpässen funktioniere die Zusammenarbeit unter den Einrichtungen unkompliziert.
dpa/Friso Gentsch

Meppen. An den Schulen im Emsland gilt nach den Weihnachtsferien vorerst eine Corona-Testpflicht. Sind Schulen sie mit ausreichend Tests ausgestattet und machen sich steigende Impfquoten bereits im Alltag bemerkbar?

Täglich testen müssen sich vorerst alle Schüler, die nicht genesen oder geimpft sind. Alle anderen können dies freiwillig tun. Zunächst war die Testpflicht nur für die erste Woche nach den Weihnachtsferien angekündigt, nun gilt sie bis auf Weiteres.

Aus den Medien davon erfahren

Von dieser Änderung habe die Oberschule Spelle am Montagmorgen aus den Medien erfahren, eine Nachricht vom Kultusministerium habe es zuvor nicht gegeben, sagt Direktor Karsten Bittigau. Genug Tests seien auf jeden Fall vorhanden, versichert er. 

Ein Drittel der Schüler habe bereits vor den Ferien den vollständigen Impfschutz erhalten, bei diesen sei die Nachfrage nach Tests ohnehin gering. "Die meisten sind froh, dass sie das nicht mehr müssen", sagt Bittigau. Solange es keine Engpässe gebe, bestünde für sie aber weiter die Möglichkeit Testkits mitzunehmen. Zu einem Versorgungsproblem sei es bisher nicht gekommen.

Als die Schule einmal eine Test-Bestellung nicht rechtzeitig an die Landessschulbehörde geleitet hatte, konnte eine andere Schule schnell aushelfen. Bittigau sagt:

„Das funktioniert unserer Erfahrung nach sehr unkompliziert.“

Auch Geimpfte Schüler testen sich

Auch an der Berufsbildenden Schule Meppen ist der Test-Vorrat gut gefüllt, meldet Oberschuldirektor Peter Diekmann. Selbst obwohl dort ein erheblicher Teil der geimpften und genesenen Schüler von der Testmöglichkeit Gebrauch mache.

Die Impfquote der BBS-Schüler habe schon vor den Herbstferien bei 80 Prozent gelegen. Inzwischen dürften laut Oberschuldirektor noch deutlich mehr Schüler vollständig geimpft sein. Am ersten Tag nach den Weihnachtsferien verzeichnete die Schule lediglich einen aktuellen Corona-Fall. "Nur eine Schülerin hat zu Hause einen positiven Test gemacht und sich abgemeldet", sagt Diekmann. 

Trotz hoher Impfquote werden die Klassenräume weiter regelmäßig gelüftet und die Maskenpflicht gilt wie zuvor. Die BBS habe am Montag OP-Masken vom Landkreis erhalten, sodass jedem Schüler einmalig fünf Masken ausgeteilt werden konnten. Schüler über 14 Jahren mussten schon vor den Ferien eine medizinische Maske tragen, für Jüngere reichte zuvor auch eine Stoffmaske. Diese Regelung hat das Land nun geändert. 

Regelmäßig Testen wird von Eltern und Schülern mitgetragen

Bestand hat das sogenannte Intensivtesten. Das bedeutet bei einem positiven Fall wird die gesamte Lerngruppe, also auch Geimpfte und Genesene, täglich getestet. Die Lerngruppe ist in der Regel eine gesamte Klasse.

Wenn ein Kind in der Ganztagsbetreuung ist, kommen weitere Tests hinzu, sagt der Christian Schmitz, Leiter der Papenburger Dieckhausschule. Vor den Ferien habe es vermehrt Corona-Fälle an der Grundschule gegeben, sodass die Schule entschied, täglich alle Kinder zu testen.

Der Start nach den Ferien sei entspannt verlaufen, berichtet er. Alle Kinder hätten die Unterschrift der Eltern mitgebracht, mit der ein negatives Testergebnis am Morgen bestätigt wird. Schmitz sagt: 

„Natürlich findet das alles auch auf Vertrauensbasis statt, dass diese Tests wirklich gemacht wurden.“

Das Verfahren sei aber schon Normalität für Schüler und Eltern. Gelegentlich fehle eine Unterschrift, dann müsse die Schule bei den Eltern anrufen, um zu klären, ob kein Test gemacht oder nur die Unterschrift vergessen wurde. 

Noch keiner der Grundschüler sei vollständig geimpft, aber auch mit Impfung werde das Testen von der Schule sehr begrüßt. Genug Tests stünden zur Verfügung.  "Die regelmäßigen Tests werden aber auch von allen mitgetragen, wir haben jedenfalls keine anderen Rückmeldungen erhalten", stellt Schmitz fest. 


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