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Die Forschung geht weiterInitiativkreis Stolpersteine Meppen will Schicksale jüdischer Familien klären Initiativkreis Stolpersteine Meppen will Schicksale jüdischer Familien klären

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Der neue Gedenkstein am Standort der zerstörten Synagoge am Nagelshof. Foto: Holger BerentzenDer neue Gedenkstein am Standort der zerstörten Synagoge am Nagelshof. Foto: Holger Berentzen

Meppen. Der Initiativkreis Stolpersteine setzt seine Forschungen zum Schicksal jüdischer Familien in Meppen fort.

Es ist eine Liste mit Meppenern erstellt worden, deren Schicksal ungeklärt ist. Hierbei wird der Initiativkreis durch Schülergruppen unterstützt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Namen sind: Iwan Alexander, geboren am 15. 12. 1894, Emmen Archenhold, geb. Alexander (18. Juli 1860), Rosa de Beer (28. August 1871), Eugenie Blumenfeld (22. April 1865), Johanna Goldschmidt (12. September 1868), Louis Goldschmidt (1. Februar 1866), Klara Goldstein, geb. Cohen (19. Oktober 1875), Alfred Hamburger (25. Oktober 1882), Hermann Hamburger (25. Februar 1887), Max Katz (8. Juni 1878), Moritz Lesser (12. Mai 1880), Meinhard Meyer (6. November 1880), Alex Sanders (13. Februar 1889), Bernhard Sanders (29. Juli 1905), Hermann Sanders (11. Februar 1904), Israel Sanders (17. März 1876), Julie Stern, geb. Alexander (15. Juli 1864), Leopold Sternberg (27. September 1868) und Leopold Weinberg (16. Januar 1900).

Der Initiativkreis hat 2009 die Broschüre „Euer Name lebt – Stolpersteine in Meppen“ herausgebracht, in der das Schicksal vieler Meppener Juden geschildert wird, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. Im vergangenen halben Jahr wurden mit Unterstützung durch die Stadt Meppen am ehemaligen Standort der Synagoge durch die Firma Rösner, Meppen, ein Gedenkstein gesetzt und der Zugang zum Friedhof mit einer Informationstafel versehen.

Aus der Meppener Pax-Christi-Gruppe ist 2006 der Initiativkreis hervorgegangen, der die Verlegung von „Stolpersteinen“ zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus durch den Künstler Gunter Demnig unterstützt. Wer mitmachen will, sollte am nächsten Treffen am 11. Juli um 18 Uhr im Propsteigemeindehaus teilnehmen.

Kontakt: E-Mail: familie.berentzen@ewetel.net


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