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Schüleraustausch Für Franzosen sind Brötchen "typisch deutsch" - Schüler aus Douai zu Gast in Meppen

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Erinnerungsfotos für die Gäste wurden vor dem Stadthaus aufgenommen. Links Regine Holzapfel und Annelene Ewers, die Fotografen sind Mechthild Dulle und Eric Baqué. Foto: Manfred FickersErinnerungsfotos für die Gäste wurden vor dem Stadthaus aufgenommen. Links Regine Holzapfel und Annelene Ewers, die Fotografen sind Mechthild Dulle und Eric Baqué. Foto: Manfred Fickers

mf Meppen. Typisch französisch, typisch deutsch — 21 Schüler aus Douai stellen beim Besuch in Meppen Vergleiche an.

Die Jugendlichen aus der nordfranzösischen Stadt sind im Rahmen des Schüleraustausches zwischen dem Collége Streinger und dem Windthorst-Gymnasium zu Gast in der Kreisstadt. Der Kontakt zwischen den beiden Schulen besteht schon seit mehr als 30 Jahren, erzählt Lehrerin Mechthild Dulle. Tradition hat auch der Empfang im Rathaus durch Vertreter der Stadt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Annelene Ewers und Regina Holzapfel begrüßten die französischen Schüler und ihre Lehrer Boris Couche und Eric Baqué im alten Ratssaal. Sie stellten Meppen vor und wiesen besonders auf die Freizeitmöglichkeiten hin.

Ewers fragte die Schüler nach ersten Ergebnissen ihres Vergleichs. Die Unterschiede fangen bereits beim Frühstück an. Brötchen sind typisch deutsch, sagen die Gäste, und Aufschnitt ist in Frankreich ebenfalls unüblich, dort liebt man zum Tagesbeginn süße Aufstriche zum Baguette oder Croissant. Und die großen Schalen mit Milchkaffee suchten die Schüler vergeblich am Frühstückstisch ihrer Gasteltern. Auf dem Weg zur Schule bemerkten die Jugendlichen zweierlei: Meppen ist fahrradfreundlich, aber sparsam mit der Straßenbeleuchtung. In Douai sei Radfahren relativ gefährlich, in Meppen dagegen sicherer, und deshalb begleiten die meisten Französen ihre deutschen Austauschpartner mit dem Fahrrad zur Schule. Gestaunt hat man über die Sprachgewandtheit in den Gastfamilien. Viele Eltern sprechen Französisch und Englisch, sodass man darauf zurückgreifen kann, wenn es mit dem Deutschen nicht so recht klappt.

Douai hat 43649 Einwohner (1. Januar 2011) und ist Zentrum einer Unterpräfektur mit circa 157000 Einwohnern. Die alte Bergbau- und Handelsstadt lebt heute vom Fahrzeugbau, der Lebensmittelindustrie und dem Druckereigewerbe.


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