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29.10.2019, 13:08 Uhr KOMMENTAR

Wieso funktioniert die Betrügermasche?

Ein Kommentar von Carola Alge


Die Polizei ruft an und erfragt vertrauliche Daten? Niemals. Bei solchen Gesprächen ist höchste Vorsicht geboten. Symbolfoto: Michel GründelDie Polizei ruft an und erfragt vertrauliche Daten? Niemals. Bei solchen Gesprächen ist höchste Vorsicht geboten. Symbolfoto: Michel Gründel
Michael Gründel

Meppen. Ältere Menschen sind oft zu gutgläubig und vertrauen zu schnell. Das nutzen Betrüger auf immer schamlosere und dreiste Weise aus. Ein Kommentar.

Die Täter spielen auf infame Weise gezielt mit der Arglosigkeit der Angerufenen. Wo Zweifel erkennbar werden, lullen sie sie mit Geschichten ein, die beim ersten aufgeregten Zuhören zu vielen plausibel erscheinen. Die Masche hat System. Indem die Unbekannten Besorgnis und Sicherheit vorgaukeln, Betrüger vor Betrügern warnen, erschleichen sie sich Vertrauen- und Vermögen.

Obwohl nicht zuletzt über die Medien immer wieder vor falschen Polizeibeamten und Co. gewarnt wird, funktioniert die Masche erstaunlich gut. Woran liegt das? Es ist vermutlich der Überrumpelungsmethode geschuldet. Erfährt ein Angerufener etwa, seine Vermögenswerte seien in Gefahr, und sieht dabei noch den Polizeinotruf 110 auf dem Display, bestimmen nicht selten Emotionen statt Verstand das fatale Folgende.

Egal, wie realistisch eine Situation am Telefon dargestellt werden mag – kein Polizist, kein Kriminalbeamter, kein Staatsanwalt o.Ä. wird am Telefon Informationen über Vermögenswerte, persönliche Daten abfragen oder gar dazu auffordern, irgendwo Bargeld zu deponieren. Angehörige und Bekannte sollten deshalb nicht müde werden, ihre (älteren) Verwandten immer wieder über die Betrugsmaschen aufzuklären und vor ihnen eindringlich zu warnen. 


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