Über Ländergrenzen hinweg Austausch schweißt Schüler aus Meppen und Emmen zusammen

Die Teilnehmer des Austauschs zwischen Meppen und Emmen. Foto: Marianum MeppenDie Teilnehmer des Austauschs zwischen Meppen und Emmen. Foto: Marianum Meppen

Meppen. „Ich habe so viel gelernt, het was zo leuk“ – so kommentierten Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Marianum Meppen und des Hondsrug College Emmen ihre gemeinsame Austauschwoche. Bereits zum 16. Mal trafen sich deutsche und niederländische Jugendliche in einer Schülerbegegnungswoche, während der sie zunächst zwei Tage in Emmen und anschließend zwei Tage in Meppen gemeinsam lebten und lernten.

Begonnen hatte die Woche in Emmen mit der künstlerischen Arbeit am Projekt „Holzpuzzle“. Dazu wurden jeweils zwei vor der Begegnungswoche getrennt voneinander gestaltete Puzzleteile zusammengeführt. Die Aufgabe der Schülergruppen war es nun, daraus eine Einheit zu bilden, ohne dass der Charakter der einzelnen Teile entfremdet wird. Damit wurde auf künstlerische Art das Zusammenwachsen zweier Nationen symbolisiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Zu sehen sind die entstandenen Exponate im Foyer des Gymnasium Marianum.

Foto: Marianum Meppen

Neben dem Holzpuzzle bildeten gemeinsamer Unterricht, Sport, eine Fahrradtour in die Umgebung Emmens mit der Besichtigung von Hünengräbern sowie eine Kanufahrt auf der Ems mit anschließendem Grillen weitere Höhepunkte der Austauschwoche. Während der Gruppenaktivitäten war zu beobachten, dass es den jungen Leuten schon nach kurzer Zeit leichtfiel, sich aufeinander einzulassen.

Foto: Marianum Meppen

Nachdem zunächst häufig Englisch gesprochen wurde, konnten nicht nur die Niederländer ihre Kenntnisse aus zwei Jahren Deutschunterricht einbringen, auch einige deutsche Schüler haben am Profilunterricht Niederländisch des Marianum teilgenommen und ihre Kenntnisse vertiefen können. Dass die beteiligten Schüler nicht nur spaßige Tage verbracht, sondern auch viele neue Freunde gewonnen hatten, zeigten die Abschiedstränen am Freitagmittag nach einer viel zu schnell vergangenen Woche.

Blick für Anderes öffnen 

Insgesamt schafft das Erleben des Alltags in der Partnerfamilie und in der Schule die Basis dafür, mögliche eigene Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen und den Blick für Anderes zu öffnen. Die Schüler erlebten während des Austauschs, dass man gemeinsam viel besser lebt als allein und es Sinn macht, nationalistischen Tendenzen in einigen europäischen Ländern durch den Blick über die Grenze entgegenzuwirken.

Die Woche wurde im Rahmen des Interreg-VA-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Friesland und Groningen sowie dem Land Niedersachsen kofinanziert.


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