43.665 Zuschauer in letzter Saison ohne Dach Freilichtbühne Meppen verzeichnet Besucherrekord

Von pm

Die 43.665. Saisonbesucherin auf der Freilichtbühne heißt Caroline Korn. Gratulation und Präsente erhielt sie von Jürgen Lilge. Foto: Freilichtbühne MeppenDie 43.665. Saisonbesucherin auf der Freilichtbühne heißt Caroline Korn. Gratulation und Präsente erhielt sie von Jürgen Lilge. Foto: Freilichtbühne Meppen

Meppen. Einen standesgemäßen Saisonabschluss hat die Freilichtbühne Meppen gefeiert. Bei der letzten Aufführung von „Saturday Night Fever“ durfte sie mit Caroline Korn den 43.665. Gast der Saison begrüßen. Dies bedeutete einen Besucherrekord.

Zum Finale der Spielzeit war der Zuschauerraum noch einmal fast bis zum letzten Platz gefüllt, als der Vorsitzende Jürgen Lilge auf die Bühne kam und die Besucherin, die die letzte Karte der Saison gekauft hatte, auf die Bühne holte. Caroline Korn bekam einen Blumenstrauß und drei Freikarten für das Musical „Hairspray“ in der Saison 2020 überreicht. Bei den Aufführungen von "Madagascar" zählte die Freilichtbühne insgesamt 23.825 Besucher, bei "Saturday Night Fever" 19.840 Besucher.

Als sich dann nach der dritten Fanfare die Wände mit dem New-York-Schriftzug öffneten und Brian Lüken als Tony Manero zum letzten Mal die erste Töne von „Stayin' Alive“ anstimmte, freuten sich alle auf einen schönen Musicalabend. "Es herrschte diese besondere Stimmung einer „Derniere“, der letzten Aufführung einer Inszenierung, bei der das Ensemble mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Bühne geht", schreibt die Freilichtbühne Meppen in einer Pressemitteilung. Nach 13 zuvor gespielten Aufführungen, eine musste wegen Dauerregens abgesagt werden, wurde das Siebzigerjahre-Musical nun zum letzten Mal auf die Bühne gebracht.

Historischer Tag

„Das ist ein historischer Tag, denn es ist die letzte Aufführung auf der Freilichtbühne Meppen ohne Überdachung“, sagte Jürgen Lilge. "Das macht es in der Zukunft für uns entspannter, dann müssen wir nicht ständig gen Himmel schauen und die Wetter-Apps im Auge haben, falls sich ein Regengebiet nähert“.

Und genau das mussten die Verantwortlichen doch tun, an diesem letzten Abend der Saison. Es näherte sich ein Regengebiet und in der Hälfte des zweiten Aktes goss es wie aus Kübeln, sodass die Show unterbrochen werden musste. Die Zuschauer stellen sich unter, einige gingen nach Hause, aber einige blieben einfach sitzen und harrten der Dinge. Leider war keine Besserung in Sicht, weshalb dann tatsächlich, bei der letzten Aufführung ohne Überdachung, die Show abgebrochen werden musste.

Für das Ensemble war das aber kein gebührender Abschluss der Saison 2019. Sie wollten sich bei den Zuschauern verabschieden, gingen für die Applausordnung zurück und brachte dann, bei Starkregen, Sturm und Donner, die letzte Zugabe unter freiem Himmel über die Bühne. "Die Besucher, die geblieben sind, feierten diesen feucht-fröhlichen Abschluss, so frenetisch, dass so manch eine Träne auf der Bühne verdrückt wurde", heißt es in der Mitteilung.

Abbau beginnt

Für Wehmut und Traurigkeit blieb nicht viel Zeit, denn gleich am nächsten Tag sollten bereits die Abbauarbeiten auf dem Gelände der Freilichtbühne beginnen. Das Bühnenbild musste vollständig abgebaut und die Beleuchtertürme demontiert werden. Die Umzugszelte hinter der Bühne mussten weichen, auch die Traversen, an denen die Lautsprechen hinge. Und alle Leuchtmittel von der Bühne wurden abgehängt und im Technikkeller eingelagert.

Alles wird nun für die große Baumaßnahme vorbereitet, denn ab der Saison 2020, in der „Shrek“ als Familienmusical und „Hairspray“ als Abendstück auf dem Programm stehen, wird nicht nur der Zuschauerraum, sondern auch die Bühne überdacht sein. Und dann wird es nicht wieder passieren, dass die Derniere ins Wasser fällt.


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