Seit 1969 sozial engagiert Rotary-Club feiert im Moormuseum in Geeste Geburtstag

Im Emsland-Moormuseum hat der Rotary-Club Meppen sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Foto: RotaryIm Emsland-Moormuseum hat der Rotary-Club Meppen sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Foto: Rotary

Meppen. Das Jahr 1969. Der erste Mensch betritt den Mond, Willy Brandt wird zum Bundeskanzler gewählt, das Woodstock-Festival schreibt Geschichte, der Kultfilm Easy Rider kommt in die Kinos und: Der Rotary-Club Meppen wird gegründet. Der Geburtstag wurde in den Räumen des Emsland Moormuseums in Geeste-Groß Hesepe gefeiert.

Der diesjährige Präsident des Geburtstagskindes, Eberhard Koppe, begrüßte viele Gäste aus den Nachbarclubs: Aus Haren, Lingen, dem Altkreis Bersenbrück, Cloppenburg-Quakenbrück, Papenburg, Löningen-Hasetal-Haselünne, dem Lionsclub Meppen-Emsland, den Roundtable Lingen-Meppen, den Old-Tablers-Club,die Frauen des Innerwheel-Club Meppen-Lingen, und die Freunde aus Ootmarsum, Niederlande.

Geehrt als Ehren-Präsident wurde Hans-Eberhard Pradel, der sich seit 1970 unermüdlich für den Club und seine Belange einsetzt. Ehrungen erhielten an diesem Fest-Abend auch Jürgen Finkenbusch, Peter-Paul Löning, Matthias David und Michael Haverkamp.

Gegründet wurde der Club, der heute 58 weibliche und männliche Mitglieder zählt, von den Rotariern aus Bad Bentheim. Carl Kwade aus Lingen ist das einzig noch lebende Gründungsmitglied. Der RC-Meppen gründete die Rotary-Clubs von Lingen und dem Altkreis Bersenbrück.

"hands on"-Projekte

„Ein Rotary Club vereint Persönlichkeiten aus ganz verschiedenen Berufsfeldern, um Dienst an der Gemeinschaft zu leisten“, heißt es auf der Homepage des Clubs (meppen.rotary.de). In der Bilanz der sozialen Aktivitäten wurde der weltweite Einsatz der Rotarier gegen die Krankheit Kinderlähmung erwähnt. Bis auf die Länder Nigeria, Pakistan und Afghanistan ist die Kinderlähmung ausgerottet. Bei den „hands on“ Projekten des Clubs reisten Mitglieder des Jubiläumsclubs  nach Manila und auf die Fidschi Inseln, bauten dort feste Häuser in den Slums, errichteten in Kolumbien in einem Kinder-Krankenhaus einen Kinder-Herz-Operationssaal, damals der erste im ganzen Land. Sicherlich konnte so hunderten Kindern die Gesundheit oder gar das Leben gerettet werden. In den letzten Jahren engagierte sich der Club Meppen in der Syrien-Hilfe, wo ausschließlich mit Spendengeldern Schulen in Syrien, im Libanon und in der Türkei für heimatlos gewordenen syrische Kinder unterhalten werden. Die Lehrer dort sind selbst geflüchtete Menschen.

Auf der Jubiläumsfeier wurde unter den Anwesenden für die Jugend- und Umweltpädagogik des Emsland Moormuseums 4740 Euro gesammelt. Bewahrung der Natur und Kampf gegen den Klimawandel sind Themen, die alle angehen, sagte Janna Gerkens, Volontärin am Emsland Moormuseum. Rund 600 000  Euro sind aus den Reihen der Clubmitglieder im Laufe der Jahre für soziale Projekte in der Nähe und Ferne gespendet worden. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der internationale Austausch. Für jeweils ein Jahr wurden 55 Jugendliche in alle Welt entsandt und 47 junge Menschen in Meppen aufgenommen. Zudem werden Clubpartnerschaften nach England und in die Niederlande gepflegt. 29 Mal wurde das „MIG-Spiel“ (Management Information-Game) in Zusammenarbeit mit dem Windthorst-Gymnasium in Meppen durchgeführt. Hier können Jugendliche mehrere Tage lang spielerisch Einblicke in das Leben und die Abläufe eines Wirtschaftsunternehmens nehmen. In Haren wurde vom RC-Meppen das Gymnasium zu bisher 20 Berufsberatungen eingeladen.


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