Musikalische Überraschung: Sängerin Eline Mann aus Rotterdam Rockige, Folkige Uferklänge beim Mini Open-Air in Haren

Singer-Songwriterin Enline Mann und ihre Band waren das musikalische Highlight des Abends. Foto: MecklenborgSinger-Songwriterin Enline Mann und ihre Band waren das musikalische Highlight des Abends. Foto: Mecklenborg

Haren. Drei richtig gute Folk-Rock-Pop-Formationen haben am Samstag für ein kleines aber feines Open-Air-Festival an den Emswiesen in Haren (Ems) gesorgt. Die musikalische Attraktion des Abends war zweifelsohne Eline Mann und ihre Band.

Das Konzept ist stark, und sollte auf jeden Fall einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Schifferstadt und des Vereins Klangkultur Emsland bekommen: Tolle Mucke unter freiem Himmel, direkt am Fluss und das alles noch kostenlos. Den Start, im Rahmen des emsländischen Kultoursommers, darf am als rundherum gelungen bezeichnen. Es war ein Erfolg auch wenn ein pünktlich zum ersten Gig sich mit Wolken zuziehender Himmel, und dazu immer wieder einige Regentropfen, den Veranstaltern nicht ganz die erhoffte Publikumsfrequenz eingebracht hat.  

Es wurde trotzdem ein besonderes Klangerlebnis in freier Natur, umrahmt vom leisen Raunen der Blätter im lauen Sommerwind und vom rhythmischen Plätschern sanfter Wellen auf dem Fluss. Hatte echt was.

Quartett junger Männer

Erheblichen Anteil daran hatten natürlich die Musiker. Und so betraten als erste Band die Harener Lokalmatadoren von Wilderlife die Bühne vor dem „Last-Picture-Pavillon“. Die flachen Weiten der norddeutschen Tiefebene, Schietwetter, ein umgebauter Stall als Proberaum und ein Quartett junger Männer, dass für etwas mehr Ausgelassenheit im Alltag kämpft, prägt nach eigenen Angaben den Sound der Band.

Den Auftakt machten die Harener Jungs von Wilderlife. Foto: Mecklenborg

Den brachten die Jungs am Emsufer dann auch professionell und mit Spielfreude rüber. Eine frische Brise Gitarrenmusik, knackige Drum&Bass-Backline und die markante Stimme von Sänger Tim Grönniger kamen bei den Fans gut an. Von der Harener Band wird man noch einiges mehr hören, so das Unisonourteil der Festival-Besucher.

Cool-folkige Handmademusic

Vier Jahre ist es her, als Harmen und Heta mit ihrer Band Town of Saints das erste Mal in der Schifferstadt beim Neon Fields Festival auftraten. Auf den Emswiesen begeisterte das Duo mit cool-folkiger Handmademusic. Im Wechsel lachende, dann wieder wimmernde Fiddle, zur treibenden Gitarre, ein Hauch von Indie-Rock und der gut dazu abgestimmte Emswind ergaben eine würzige Klangmixtur. 

Die Festivalbesucher genossen gute Musik und die Natur am Emsufer. Foto: Mecklenborg

Fusionmucke vom Allerfeinsten

Highlight des Abends war Eline Mann aus Rotterdam. Die so arg strapazierte Titulatur Singer-Songwriterin passt eigentlich gar nicht zu der jungen Frau. Denn was Eline und ihre Jungs auf die Bühne brachten, das war kreative komplexe Fusionmucke vom Allerfeinsten. Dazu eine beeindruckende Live-Performance und eine spannender Sound aus Akustik und Samplesequenzen. Die Band ist in Holland schon richtig bekannt, wird Zeit, dass Eline auch in anderen europäischen Gefilden Karriere macht. Wäre ihr zu wünschen. Und zu wünschen ist es den Veranstaltern der Uferklänge, dass dieser Samstag die Pilotveranstaltung für ein cooles Event war. 



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