Favoritensiege und neuer Indus-Rekord A race in the park – das inklusive Radsportwochenende war ein Erfolg

Bei sonnigem Wetter gingen die Liegeradfahrer an den Start. Foto: Theo ZweersBei sonnigem Wetter gingen die Liegeradfahrer an den Start. Foto: Theo Zweers

Meppen. Am 29. und 30. Juni 2019 blieb es still im Racepark Meppen. Statt Autos oder Motorrädern waren bei „A race in the park – das inklusive Radsportwochenende / Cyclevision“ allerhand verschiedene Räder am Start.

Nachdem der Hamburger Marvin Tunnat bei den Liegerädern in der schnellen Runde mit 55,228 km/h seine Ambitionen für die anstehende WM in Frankreich demonstriert hat und den mehrfachen Weltmeister Matthias König hinter sich lassen konnte, gab es auch im zweiten Lauf ein Herzschlagfinale: Beim 75 Minuten Rennradrennen setzte sich auf der Ziellinie der Südafrikaner Joshua Louw mit einem Vorsprung von 0,037 Sekunden vor dem Papenburger Hermann Sinningen durch und fuhr seinen ersten Sieg im Trikot des Papenburger Radsportclubs ein.

Die Tretrollerfahrer fuhren am Samstag bei inzwischen hochsommerlichen Temperaturen einen Marathon, den der Niederländer Adriaan Ringoir in knapp unter anderthalb Stunden als erster beendete und so Patrick Olthof auf den zweiten Platz verwies.

Wassersprenkler gegen die Hitze

Aufgrund der immer größer werdenden Hitze entschied sich die Rennleitung dazu, das 3-Stunden-Rennen der Liegeräder auf zwei Stunden zu verkürzen und stellte zur Abkühlung zwei Wassersprenkler an der Innenseite der Bahn auf und achtete darauf, das keiner mit zu wenig Wasser auf die Bahn kam. In dem sprichwörtlich heißesten Rennen des Tages setzte sich der Freudenberger Richard Schaffenroth vor Matthias König und Björn Hacht durch, die allesamt einen Schnitt von über 50 km/h fuhren.

Am Sonntag waren die Temperaturen etwas niedriger und so stiegen wieder die Geschwindigkeiten. Marvin Tunnat konnte knapp vor dem erst 16-jährigen Pieter Sijbrandij, der mit einem Schnitt von 51,724 km/h nun als Favorit bei den Junioren zur WM fährt, ins Ziel kommen.

30 km/h Marke mit dem Tretroller geknackt 

Im sonntäglichen Tretroller Kriterium konnte der am Vortag noch zweitplatzierte Patrick Olthoff seine Führung bis ins Ziel halten, und kam vor der schnellsten Dame im Feld, seiner Schwester Fiona Olthoff ins Ziel. Beim Handbikekriterium über 45 Minuten konnten sowohl der erstplatzierte Willem van der Wal, als auch der zweitplatzierte Matthias Wagner aus Ostrhauderfehn die 30 km/h Marke knacken. Beim anschließenden Kinderrennen gingen Kinder von 5 bis 10 Jahren an den Start und zeigten in dem 15-minütigen Lauf, dass sie richtig schnell sind.

Als erster Höhepunkt war das Rennen für jedermann, bei dem mit allem gefahren werden durfte, was Räder hat und menschlich angetrieben ist. Hier waren Mountainbikes ebenso auf der Strecke wie Tandems, Tourenräder oder auch ein Adaptivhandbike und es bot sich die Gelegenheit mit dem Rad auf einer Autorennstrecke unterwegs zu sein.

Im 60-Minuten-Liegeradkriterium siegte Matthias König aus Osnabrück souverän vor Richard Schaffenroth und Daniel Fenn. Die 24-Stunden-Weltrekordlerin Nicola Walde blieb als Fünftplatzierte in ihrer besten Runde mit 49,45 km/h nur knapp unter der magischen 50 km/h-Grenze.

Indus-Rekord geknackt 

Bei der abschließenden Rekordfahrt des Projektes Inklusion durch Sport des Kreissportbundes Emsland, bei der es darum geht gemeinsam in 45 Minuten so viele Runden wie möglich zu fahren, galt es den Rekord von 960 km aus 2017 zu schlagen. Nach 45 Minuten kamen 498 Runden zusammen und so konnte ein neuer Rekord mit 1074 km erreicht werden.


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