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Umbau schreitet voran Sanierung des alten Hafens beginnt

Gaben den Start der Sanierung bekannt Dieter Müller (v. l.), Theo Gebben, Bernd Ostermann, Dr. Karl-Heinz Lübkes und Hermann Florysiak. Foto: Tobias BöckermannGaben den Start der Sanierung bekannt Dieter Müller (v. l.), Theo Gebben, Bernd Ostermann, Dr. Karl-Heinz Lübkes und Hermann Florysiak. Foto: Tobias Böckermann

Meppen. Am alten Meppener Hafen ist am Donnerstagmorgen in der Schützenstraße der Startschuss für die Sanierung von Altlasten und den Stadtumbau „Rechts der Ems“ gefallen.

Damit schreitet der Umbau des zweiten Stadtviertels in der Kreisstadt voran. Erst zu Wochenbeginn hatte der Abriss der ersten Gebäude in der Bahnhofstraße begonnen – dort wird das alte Einkaufsviertel wieder belebt. Nach dem Umzug des Hafens nach Hüntel wird nun also ein zweites Viertel frei, in dem innenstadtnahes Wohnen am Wasser ermöglicht werden soll – jedenfalls auf mittelfristige Sicht.

Voraussetzung dafür ist aber die Sanierung von drei Grundstücken, auf denen bis in die 1980er-Jahre mit Mineralölen hantiert worden war. Dort gibt es zum Teil erhebliche Bodenverunreinigungen, die zwar keine akute Gefährdung bedeuten, aber ohne Sanierung eine Nachnutzung schwer oder unmöglich machen.

Bei einem Ortstermin teilten Erster Stadtrat Bernd Ostermann, Baudirektor Dieter Müller, Theo Gebben vom Bauamt, Hermann Florysiak von der Umweltbehörde des Landkreises Emsland sowie der Gutachter Karl-Heinz Lübkes mit, dass die Sanierung der Grundstücke bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Bis dahin könne es möglicherweise zu kleineren Behinderungen in der Schützenstraße kommen.

Die Stadt hat die Grundstücke im Vorfeld von privaten Eigentümern, unter anderem der katholischen Kirche und der Emsländischen Eisenbahn, gekauft – wegen der Verunreinigungen zu einem ermäßigten Preis. Weil wegen wechselnder Nutzer nicht mehr festzustellen war, wer Verursacher der Schäden war, übernimmt die Stadt die Sanierung. Dabei wird die belastete Erde ausgetauscht und das Grundwasser bei Bedarf gereinigt.

Dabei erhält sie Unterstützung aus Mitteln des Konjunkturpaketes II, aus dem 550000 Euro und damit einen großen Teil der zu erwartenden Kosten bereitgestellt werden. Die Stadt hat weitere Grundstücke gekauft und steht in Verhandlungen mit anderen Eigentümern.

In Kürze soll ein Architektenwettbewerb „Neue Stadt am Wasser“ gestartet werden, der dann ein Konzept für die spätere Nutzung erarbeiten soll. Das gesamte Projektgebiet zwischen der Riedemannstraße und dem Schützenhof ist 17 Hektar groß.


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