Bundesverdienstkreuz am Bande Meppenerin Ingrid Höppener für über 30 Jahre Dienst am Gemeinwohl ausgezeichnet

Ingrid Höppener ist jetzt Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Foto: Malte GoltscheIngrid Höppener ist jetzt Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Foto: Malte Goltsche

Meppen. Das Bundesverdienstkreuz bekommen in Deutschland Menschen, die besondere Leistungen für das Gemeinwohl erbringen. Das tut Ingrid Höppener seit über 30 Jahren - und wurde nun dafür ausgezeichnet.

Voll besetzt war der Meppener Ratssaal zur Verleihung des Verdienstordens. Weggefährten, Kolleginnen, Freunde und die Familie von Ingrid Höppener waren gekommen, um die Meppenerin zu beglückwünschen und Danke zu sagen. 

Landrat Reinhard Winter verlieh Höppener in Stellvertretung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande. In seiner Laudatio beschrieb Winter den ehrenamtlichen Werdegang Höppeners. Seit mehr als drei Jahrzehnten sei ihr Name eng mit dem Begriff der "Grünen Schwestern" verknüpft. Außerdem habe sie jahrelang die Leitung der Katholischen Krankenhaushilfe übernommen. "Sie leisteten als 'Grüne Schwester' einen großen Beitrag zu Mitmenschlichkeit und gelebter Solidarität", sagte Winter. 

Telefonseelsorge gegründet

Vor fast 30 Jahren gründete Höppener zudem die Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim. Mittlerweile hat der Verein etwa 65 ehrenamtliche Mitarbeiter und kann rund um die Uhr ein offenes Ohr anbieten. "Auch hier haben Sie Verantwortung übernommen, zum Wohle ihrer Mitmenschen", lobte Winter. Neben dieser Doppelbelastung war Höppener auch in der katholischen Kirchengemeinde St. Maria zum Frieden in Meppen-Esterfeld aktiv, gründete einen Liturgiekreis und einen Gesprächskreis für alleinerziehende Frauen. "Ich danke ihnen dafür, dass Sie uns über so einen langen Zeitraum das Wertvollste geschenkt haben, über das Sie verfügen: Ihre Zeit", sagte Winter abschließend.

Foto: Malte Goltsche

Höppener blieb auch mit dem Verdienstkreuz am Revers bescheiden: "Ich hätte niemals damit gerechnet. Es ist eine große Auzeichnung und Ehre. Ich stehe aber nicht für mich selbst hier, sondern für alle, die mitgewirkt haben, um anderen zu helfen." 

Letztlich könne sie sich selbst nicht mehr erklären, wie es zu all den verschiedenen Aufgaben gekommen sei, sagte sie. "Man schlittert da einfach so rein. Geplant war das nie." Das wichtigste sei für sie immer die Gesprächsführung gewesen. "Zuhören, auf andere zugehen und Vertrauen aufbauen - das kann oft schon sehr viel helfen", sagte Höppener - und widmete sich den zahlreichen Gratulanten.


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