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Kammermusikabend Meppen: Ein nachhaltiger Kunstgenuss

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<em>Überzeugte</em> in Meppen: Cembalist Alexander Puliaey. Foto: Von GlehnÜberzeugte in Meppen: Cembalist Alexander Puliaey. Foto: Von Glehn

Meppen. Die Verantwortlichen der Theatergemeinde Meppen hatten zu einem Kammermusikabend in die Gymnasialkirche geladen, die mit ihrer prächtig barocken Ausstrahlung ein idealer Ort für die historische Darstellung von Kleinodien der Musik war, die das Ensemble „Concerto Royal, Köln“ lebendig gestalteten.

Leiterin Carla Schröter hat eine tüchtige Musikertruppe um sich versammelt, die das Spiel auf historischen Instrumenten pflegen und sich vertiefend mit barocker Aufführungspraxis auseinandergesetzt haben.

Das Programm zeigte vielschichtige Klangvarianten, von solistischen Darbietungen bis zu kompakten Concerti mit großer kammermusikalischer Besetzung. So strahlte das Plenum in der Sonata Nr. 2 in g-Moll von Johann Michael Müller für 3 Oboen, Taille und b. c. homogenen Klang und musikantischen Glanz aus.

Marita Schaar war mit ihrem Barockfagott nicht nur zuverlässig mitgestaltende Musikantin im basso continuo, sie stellte den charmant sonoren Klang ihres Instrumentes in der Sonata G-Dur von Michel Corrette auf makellose Weise vor.

Cembalist Alexander Puliaev überzeugte mit seinen Interpretationen der Toccata D-Dur von Johann Sebastian Bach BWV 912 und der Chaconne G-Dur HWV 435 von Georg Friedrich Händel. Die kompositorische Vielschichtigkeit dieser Werke mit den virtuosen, vollgriffigen und auch filigranen Momenten wurde spannungsvoll dargestellt.

Typisch für die Transkriptionspraxis im Barock war die Verwandlung des Concertos op. 3 Nr. 12 von Antonio Vivaldi in das Concerto BWV 976 für Cembalo von Johann Sebastian Bach, das Carla Schröter geschickt für Oboenensemble und obligates Cembalo arrangiert hat.

Das Trio g-Moll RV 103 von Antonio Vivaldi wurde lebendig und spannungsreich gestaltet, Petra Naetbohm konnte mit ihrer Blockflöte eine neue Klangfarbe hinzufügen.

In den Concerti von Georg Philipp Telemann und Tomaso Albinoni konnte Gábor Hegyi auf seiner ventillosen Barocktrompete meisterhaften kammermusikalischen Glanz verbreiten. Seine blitzsauberen und musikantischen Interpretationen gehörten zu den Höhepunkten des Konzertes.

Das Publikum konnte bei den intensiv gestalteten Werken die winterliche Kühle des Raumes vergessen und sich über einen nachhaltigen Kunstgenuss freuen.


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