Spende der Handarbeitsgruppe Je 750 Euro für Meppener Kinderklinik und Elterninitiative Kinderkrebs

Von Heinrich Schepers

Bei der Spendenübergabe:  Stefan Bernitzki (v.l.), Helga Schnieders, Katharina Drosten und Petra Steffens. Foto: Heinrich SchepersBei der Spendenübergabe: Stefan Bernitzki (v.l.), Helga Schnieders, Katharina Drosten und Petra Steffens. Foto: Heinrich Schepers

Meppen. Seit 2011 stricken Helga Schnieders, Katharina Drosten und Maria Abeln Socken für einen guten Zweck.

Die Strickwaren der drei Damen, die sich in der Handarbeitsgruppe der St. Paulus Kirchengemeinde in Meppen engagieren, sind wegen ihrer guten Qualität gefragt. Entsprechend hoch ist der Verkaufserlös, den sie an Organisationen spenden, die sich für Kinder einsetzen.

Bis zu 80 Sockenpaare

Bis zu 80 Sockenpaare schaffen die drei Mitglieder der Handarbeitsgruppe in einem Jahr. „Je nachdem wie viel Zeit wir aufwenden können, ist es mal ein Paar mehr oder weniger“, berichtet Helga Schnieders. Dabei gehen sie arbeitsteilig vor. Während Schnieders die Garnreste verwendet, um Kindersocken und Babyschühchen zu stricken, kümmern sich Drosten und Abeln um die Größen für Erwachsene. Die Freude am Stricken haben sie trotz ihres langjährigen Engagements nicht verloren. „Das Stricken kann zu einer richtigen Sucht werden. Ich fange manchmal nachmittags an, arbeite bis zum Abend durch und habe noch immer Spaß daran“, so Drosten. Schnieders gibt lachend zu: „Manchmal habe ich auch keine Lust auf die Stricknadeln.“ Ein paar Tage später könne sie dann wieder kaum mit dem Stricken aufhören. „Schön ist, dass wir uns keinen Druck machen müssen“, so Schnieders.

Große Nachfrage

Wenn wieder einige Paare fertiggestellt sind, bringen sie ihre Ware zum Hofladen Brümmer in Meppen. Dort werden die Socken verkauft. „Wir finden immer Abnehmer“, berichtet Drosten. Die Qualität passe, und es gebe grundsätzlich eine große Nachfrage nach guten Handarbeitsprodukten. In den vergangenen Jahren ist so eine beachtliche Summe von insgesamt 8400 Euro zusammen gekommen. Das Geld spenden sie in regelmäßigen Abständen.

Kinder sollen profitieren

„Wir haben gemeinsam beschlossen, dass Kinder von unserer Arbeit profitieren sollen“, sagt Katharina Drosten. Unterstützt haben sie unter anderem schon den Kinderschutzbund oder das Projekt Sonnenbrücke. Vor zwei Jahren wurde die letzte Spende übergeben. Seitdem haben die drei Damen wieder 1500 Euro durch den Verkauf ihrer Socken erhalten. Damit in diesem Jahr die Kinderklinik des Ludmillenstiftes Meppen sowie die Elterninitiative Kinderkrebs e.V. zu gleichen Teilen von dem Verkauf der Socken profitieren können, haben sie das Geld aufgeteilt.

Dank für Engagement

Sichtlich erfreut hat Dr. Stefan Bernitzki, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Ludmillenstiftes, die Spende bei der offiziellen Übergabe entgegengenommen. „Ich finde es richtig gut, was Sie für Kinder machen. Für dieses Engagement und die Unterstützung der Kinderklinik möchte ich Ihnen herzlich danken“, so Bernitzki. Die Ausstattung der Kinderklinik sei zwar sehr gut. Es gebe allerdings in einem Krankenhaus immer etwas, das kurzfristig zum Wohl der Kinder angeschafft werden könne. Auch Petra Steffens, erste Vorsitzende der Elterninitiative Kinderkrebs, hat sich vom Einsatz der Damen beeindruckt gezeigt. Die Elterninitiative, die Familien mit an Krebs erkrankten Kindern unter anderem finanziell und über ein Beratungsangebot unterstützt, sei auf Spenden angewiesen. „Deshalb freue ich mich sehr und möchte Ihnen unseren Dank aussprechen“, so Steffens.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN