Quote sinkt auf 2,3 Prozent Emsland verzeichnet erneut weniger Arbeitslose

Weniger Arbeitslose als im Vormonat und Vorjahr gab es im April 2019 im Bericht der Agentur für Arbeit Nordhorn. Foto: Michael GründelWeniger Arbeitslose als im Vormonat und Vorjahr gab es im April 2019 im Bericht der Agentur für Arbeit Nordhorn. Foto: Michael Gründel

Meppen. An Ems und Vechte fallen die Arbeitslosenzahlen weiterhin. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Arbeitsagentur Nordhorn ist im April um 0,1 auf 2,3 Prozent gesunken und bleibt damit unvermindert deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,7 Prozent.

Mit 5873 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 223 Personen oder 3,7 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als im März 2019. „Der Frühjahrsaufschwung hält weiter an“, freut sich Michael Jacob, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Nordhorn. „Nach wie vor herrscht fast Vollbeschäftigung im Emsland und in der Grafschaft Bentheim.“

Im April konnten alle Personengruppen von der Arbeitsmarktsituation im Agenturbezirk Nordhorn profitieren. Die gute Situation am Arbeitsmarkt wird aber zunehmend zum Problem für die hiesigen Betriebe. „Arbeitgeber müssen bei der Personalsuche und Personalbindung immer kreativer werden“, so Jacob. „Aus diesem Grund organisiert die Agentur für Arbeit Nordhorn eine große Arbeitgeberveranstaltung zum Thema Zukunftsfähigkeit der Unternehmen“. Hier soll es besondere um Gewinnung von neuem Personal und um die Qualifizierung des bereits vorhandenen Personals gehen. Die Veranstaltung, Faktor A – Business Talk, wird am 25. September im NINO-Hochbau in Nordhorn stattfinden.

Stellenmarkt

Im April zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 1462 offene Stellen an. Das sind 72 oder 5,2 Prozent mehr als im Vormonat. Stellenzugänge kamen vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem Handel. Insgesamt gab es im April 6665 Stellen, über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war.

Entwicklung nach Rechtskreisen und Regionen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief im April im Vergleich zum Vormonat unterschiedlich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Erwerbslosen gegenüber dem Vormonat um 339 oder 11,0 Prozent auf 2745 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl im April gegenüber dem Vormonat um 116 oder 3,9 Prozent auf 3128 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Entwicklung in beiden Rechtskreisen aber tendenziell gleich.

Region Emsland

Im Emsland waren im April insgesamt 4042 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote sank auf 2,2 Prozent (minus 0,1 Prozent). Verglichen mit dem Vormonat reduzierte sich die Zahl um 184 Personen (minus 4,4 Prozent). Betrachtet man den Agenturbezirk insgesamt, so hatte die Geschäftsstellen Sögel mit 1,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote, gefolgt von der Geschäftsstelle Meppen mit 2,0 Prozent, der Geschäftsstelle Lingen mit 2,3 Prozent, der Hauptagentur Nordhorn mit 2,4 Prozent sowie der Geschäftsstelle Papenburg mit 2,6 Prozent.

Entwicklung nach Personengruppen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten im April mehr Männer als Frauen. Mit 3102 arbeitslosen Männer waren 141 weniger im Bestand als noch im März. Bei den Frauen war ein Rückgang von 82 auf insgesamt 2771 Personen zu verzeichnen. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen betrug 47,2 Prozent, der der Männer lag bei 52,8 Prozent. Der Anteil der Jugendlichen an den Arbeitslosen betrug 9,4 Prozent, die Arbeitslosenzahl sank hier auf 550 Personen.

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, etwa in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im April 10.416 Personen.


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