Gottesdienst am 10. Mai Bischof Bode spricht in Meppen über Propst Blank

Bei einer Diskussionsveranstaltung „Glaubwürdigkeitskrise der Kirche“ am 31. Mai 2011 in Meppen standen Propst Dietmar Blank (links) und Bischof Franz-Josef Bode Rede und Antwort. Archivfoto: Manfred FickersBei einer Diskussionsveranstaltung „Glaubwürdigkeitskrise der Kirche“ am 31. Mai 2011 in Meppen standen Propst Dietmar Blank (links) und Bischof Franz-Josef Bode Rede und Antwort. Archivfoto: Manfred Fickers

Meppen. Bischof Franz-Josef Bode kommt am 10. Mai 2019 nach Meppen. Er wird mit Mitgliedern der katholischen Propsteigemeinde St. Vitus Meppen auch über den ehemaligen Prost Dietmar Blank sprechen. Dieser lebt seit einigen Wochen mit einer verheirateten Frau zusammen.

Der Krankenhausseelsorger des Meppener Ludmillenstiftes, Peter Göhlich, lädt in seiner Funktion als Pfarradministrator die Gemeindemitglieder in einem Brief zu dem Treffen ein. Danach wird es am Freitag, 10. Mai 2019, um 19 Uhr zuerst einen Gottesdienst mit Bischof Bode in der Propsteikirche geben. "Im Anschluss nimmt sich der Bischof Zeit zum Gespräch", heißt es in dem Schreiben an die Gemeindemitglieder. Dieses Gespräch findet ebenfalls in der Kirche statt.

Laut Pfarrer Göhlich "hat der Weggang von Dietmar Blank viele berührt". Im Rahmen eines großen Gottesdienstes wurde der 68-Jährige noch am 24. Februar 2019, ebenfalls in der Propsteikirche, feierlich verabschiedet. (wir berichteten) Damals habe die Gemeinde ihm für seinen langjährigen Dienst gedankt. Blank war 40 Jahre katholischer Geistlicher. 

Eine Schultüte gab es für Propst Dietmar Blank zum Abschied von Meppen, die von den Kindern mit allerlei nützlichen Dingen für das Studium im Alter gefüllt wurde. Foto: Manfred Fickers

Göhlich schreibt weiter: "14 Tage später erreichte uns die Nachricht, dass Dietmar Blank seine priesterliche Lebensform aufgeben und den Bischof um Entpflichtung gebeten hat. Dieses "Wechselbad der Gefühle" fordere die Gemeinde und alle, die Blank verbunden seien, sehr unterschiedlich heraus. 

Göhlich ergänzte in dem Brief, dass er sich freuen würde, "wenn viele aus den Gemeinden und der Stadt Meppen diese Gelegenheit zum Austausch mit dem Bischof nutzen würden". Er selbst sei aufgrund der Umstände "in einer schwierigen Lage". Zugleich bedankte er sich herzlich für den Zuspruch, den er persönlich im Moment erfahre.

Keine Stellungnahme

Der ehemalige Propst Dietmar Blank bezog bis heute zu den Vorkommnissen öffentlich keine Stellung. Auch in einem Telefonat mit der Redaktion, wollte er sich nicht zu dem Thema äußern.

Gleich nach dem Abschiedsgottesdienst im Februar zog Blank in die Nähe von Münster. Hier lebt er nach Informationen der Redaktion mit einer Emsländerin zusammen. Die Beziehung soll auch nach Angaben des Bistums bereits über einen längeren Zeitraum bestehen.

Damals drückte Bischof Bode in einem Brief an die Gläubigen, der in der Propsteikiche verlesen wurde, sein Bedauern über die neueste Entwicklung aus. (wir berichteten) Danach habe Propst Blank ihm im Herbst 2018 noch mitgeteilt, dass er wegen gesundheitlicher Probleme, unter anderem ein Augenleiden, in den vorzeitigen Ruhestand eintreten wolle. Im Januar 2019 informierte der Meppener Geistliche seinen Bischof dann über seine privaten Lebenspläne und bat um seine „Entpflichtung als Geistlicher“. Letztendlich kann ihn aber nur der Vatikan aus dem Klerusstand entlassen.

  


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