Hauptversammlung der Senioren SPD-AG 60 Plus aktiv für Stadt und Bürger in Meppen

Schulsport oder Häuserblocks: Die Zukunft des Areals der Esterfelder Sportplätze beschäftigt auch die SPD AG 60 Plus. Foto: Ingo HinrichsSchulsport oder Häuserblocks: Die Zukunft des Areals der Esterfelder Sportplätze beschäftigt auch die SPD AG 60 Plus. Foto: Ingo Hinrichs

Meppen. Berichte und Neuwahlen hat es bei der Hauptversammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus in Meppen gegeben. Eingeladen war auch Landratskandidatin Vanessa Gattung, die sich den älteren Genossinnen und Genossen vorstellte und ihre politischen Absichten und Ziele darlegte.

Vorsitzender Alfred Korfhage begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und Parteimitglieder, besonders Vanessa Gattung und Mitglieder aus den Nachbarvereinen. Wie die Landratskandidatin schilderte, sei es ihr Ziel, neben Fragen und Problemen des menschlichen Miteinanders andere wichtige Aufgaben voranzutreiben.

Dazu gehören im Emsland die kommunalen Belange, vom Wohnungs- und Straßenbau, der Schulwegsicherung, über die Schulbildung und die Sicherung des Hochschulstandorts Lingen bis zur Förderung des Ehrenamts, was den vielen Vereinen vom Tierschutz, der Ökologie bis zur Unterstützung kultureller Einrichtungen und anderen aktiven Gruppen helfen würde. Pflege und die Entlastung pflegender Angehöriger seien Schwerpunkte ihrer Arbeit, so Gattung. Auch der öffentliche Personennahverkehr müsse dringend gefördert werden.

Berichte aus der Stadtpolitik

Der SPD-Ortsvorsitzende und Ratsherr Johannes Hessel berichtete aus der Stadtpolitik. Unzufriedenheit äußerten Fragesteller mit dem Umgang hinsichtlich des Baumbestands im Stadtgebiet. Für die Bürger nicht einsehbar sei die Nutzung städtischer Grundstücke, wie die Planung über die Fläche der Esterfelder Sportplätze zeige. Statt schulnah einen Schulsportplatz zu bauen, werde der Grund und Boden für Häuserblocks verbraucht. Offensichtlich sei einigen Stadträten der Verkaufsgewinn wichtiger als die Schulwegsicherheit und der innerschulische Betriebsablauf. Das betreffe auch den Standort der geplanten Grundschule.

Alfred Korfhage sprach über die Aktivitäten der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus in den vergangenen drei Jahren. In monatlichen Vorstandssitzungen wurden städtische Probleme besprochen und über die Ratsfraktion oder Presseartikel in die öffentliche Diskussion eingebracht. Großen Wert legt die SPD-AG 60 Plus auf Erhaltung des Grüns in der Stadt, „das momentan von der Mehrheit des Stadtrats nicht geschätzt wird“. Kleine Exkursionen in der Stadt zeigten Verkehrsprobleme auf, die durch Tempo-30-Zonen oder bessere Ausleuchtung zumindest gemildert werden könnten.

Ausblick und Vorstandswahlen

Außerdem unternahmen die SPD-Senioren Info-Fahrten, so nach Esterwegen, zu Emsflower in Emsbüren und zum Moormuseum in Groß Hesepe. Auch 2019 wird wieder eine Halbtagestour organisiert. Eine wichtige Aufgabe war den Meppener Sozialdemokraten die Formulierung von Anträgen, die Probleme aufgriffen und diese in die Parteidiskussion einbrachten. Die bereits akute Altersarmut, die viel zu niedrigen Renten trotz lebenslanger Arbeit und Umweltschädigungen waren Thema. Zu den Bezirkskonferenzen reichten die Meppener 22 Anträge ein, die auch auf Bundesebene diskutiert wurden. Alle Anträge aus Meppen wurden angenommen. Alfred Korfhage wurde inzwischen viermal zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden gewählt.

Die Vorstandswahlen ergaben folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Alfred Korfhage, seine Stellvertreter sind Adelheid Kittlas und Uwe Renken. Als Beisitzer wurden gewählt Ester Neczewicz, Hubert Kittlas, Georg Tranel, Willem Bronsema, Ted Berges, Hermann Florysiak. Hermann Osewold kandidierte nicht wieder als Beisitzer, er will aber weiter aktiv mitarbeiten. Ihm dankte Korfhage für seinen positiven Einsatz. Der Vorstand der SPD-AG 60 Plus wird weiterhin an jedem zweiten Montag im Monat tagen und sich mit großen und kleinen Problemen beschäftigen.


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