Teamwork und innovative Konzepte Meppener Grünplaner bestehen seit 25 Jahren

Von Heinrich Schepers

Das Team der Grünplaner: (v. l.) Stefan Temmen, Lena Thien, Silke Willems, Heidi Höltershinken und Udo Hollemann. Foto: Stefan SchöningDas Team der Grünplaner: (v. l.) Stefan Temmen, Lena Thien, Silke Willems, Heidi Höltershinken und Udo Hollemann. Foto: Stefan Schöning

Meppen. Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Udo Hollemann „Die Grünplaner“ gründete. In seinem Büro in Meppen-Rühle erarbeitet der Landschaftsarchitekt gemeinsam mit fünf Mitarbeitern Pläne zur Gestaltung von Gärten und Außenanlagen, Spiel- und Mehrgenerationenplätzen sowie Sportanlagen. Dabei setzt er auf Teamwork, innovative Konzepte und ein gutes Netzwerk.

Für einen beruflichen Neuanfang zog der gebürtige Hildesheimer Hollemann gemeinsam mit seiner Frau ins Emsland, zunächst nach Meppen, dann nach Rühle. „Dort ist meine Frau aufgewachsen“, sagt er. Wenn er über den Weg seiner Firma von einem Ein-Mann-Unternehmen zum etablierten Landschaftsarchitekturbüro spricht und die Anfangsjahre in den Blick nimmt, gibt Hollemann sich durchaus selbstkritisch. „Zur Unternehmensgründung gehörte eine ordentliche Portion Blauäugigkeit“, scherzt er. Dennoch sei er froh, vor 25 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben.

Start mit Großbaustelle

Ein erster Erfolg kam mit einem Projekt, dass ein Freund aus Studienzeiten vermittelte: „Das war eine Großbaustelle in Bad Bentheim. Dieser Auftrag hat alles ins Rollen gebracht.“ Damals sollte er die Außenanlagen eines Wohnkomplexes gestalten. Es folgten weitere Großaufträge. Seitdem sei die Auftragslage „sehr gut bis stabil“.

Im Laufe der Jahre habe er auch seine Denkweise geändert. „Ich habe mich früher immer bei Kunden dafür entschuldigt, dass ich ein kleines Unternehmen führe. Das mache ich heute nicht mehr“, berichtet Hollemann. Schließlich sei nicht die Mitarbeiterzahl ausschlaggebend. Vielmehr komme es auf die Stärken der an einem Projekt beteiligten Mitarbeiter sowie auf die Innovationsfähigkeit des Unternehmens an.

Das Zauberwort

Bei der Projektplanung sei die Nutzerorientierung das Zauberwort: „Wenn ich einen Spielplatz entwerfe, geht es mir nicht vorrangig um die ästhetischen Maßstäbe. Ich muss mich damit auseinandersetzen, was die Kinder wollen.“ Beim Umsetzen der Projekte ist immer der firmeneigene Bauleiter dabei. „Wir möchten, dass das Endergebnis so wird, wie der Kunde es mit uns besprochen hat. Da ist es wichtig, dass jemand vor Ort die Arbeiten im Blick hat.“

Zu seinen Kunden gehören Privatpersonen ebenso wie Großunternehmen. Viele Aufträge erhält Hollemann vonseiten der öffentlichen Hand sowie von Kirchen. Auf einen Arbeitsschwerpunkt festlegen will er sich nicht. „Im Prinzip gestalten wir jeden Außenbereich bis zur Haustür.“ Eine persönliche Präferenz nennt er aber: „Ich plane immer gerne, wenn es um Bewegung geht, beispielsweise Spielplätze oder Sportanlagen.“

Kommunikation wichtig

Mit der stetigen Zunahme der Projekte ist auch der Mitarbeiterstab gewachsen. Heute beschäftigt Hollemann ein fünfköpfiges Team, das aus drei Landschaftsarchitekten, einer Kauffrau sowie einer Werkstudentin besteht. „Das Team ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Grünplaner.“ Er ist stolz darauf, dass viele seiner Angestellten zunächst als Praktikanten oder Werkstudenten bei den „Grünplanern“ angefangen haben und geblieben sind. „Ich habe immer dann, wenn es auf beruflicher und menschlicher Ebene gepasst hat, versucht, Praktikanten oder Werkstudenten langfristig in die Firma einzubinden“, sagt Hollemann.

Jeder Mitarbeiter habe Stärken, die er sehr gut einbringe. Dies sei eine wesentliche Grundlage, um Projekte im Interesse der Kunden umzusetzen. Um ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, setzt Hollemann, neben freundlich gestalteten Büroräumen und guter technischer Ausstattung, auf Gleitzeiten und bietet die Möglichkeit an, im Homeoffice zu arbeiten.

Seinen Part im Unternehmen sieht der Grünplaner-Chef heute vornehmlich im Bereich des Netzwerkens und der Kundengespräche. „Kommunikation ist ein wichtiger Baustein für unsere Arbeit.“ Aus diesem Grund werden auch in regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen Aufträge und deren Planungsstand durchgesprochen. „So bekommt jeder ein Feedback vom Team und weiß gleichzeitig, mit welcher Aufgabe sich die anderen befassen.“


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