Kreistag will gegensteuern Politik und Frauen passt im Emsland nicht zusammen

Die emsländische Gleichstellungsbeauftrage Marlies Kohne. Foto: Hermann-Josef MammesDie emsländische Gleichstellungsbeauftrage Marlies Kohne. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Politik und Frauen. Das passt im Landkreis Emsland offenbar immer noch nicht nicht zusammen. Sowohl in den Stadt-, Gemeinde- und Ortsräten als auch im Kreistag liegt die Quote der Frauen bei nur knapp 20 Prozent.

Damit liegt der Landkreis Emsland deutlich unter dem Landesdurchschnitt "niedersächsischer Kommunalparlamente von immerhin 24,8 Prozent.

Wie die Gleichstellungsbeauftragte des Emslandes, Marlies Kohne, in der Sitzung des Kreistages in Meppen sagte, "gibt es sogar fünf Räte im Emsland ganz ohne Frauen". Dabei seien viele politisch interessierte Frauen hoch motiviert. Damit in Zukunft mehr Frauen den Weg in die Räte bei den Kommunalwahlen im Herbst 2021 finden, veranstaltet Niedersachsen bereits zum sechsten Mal ein Mentoring-Programm. Kohne organisiert das Programm für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim. 

Anmeldung bis 15. Mai

Dabei nimmt sich eine versierte Politikerin oder ein versierter Politiker (Mentor) einer Nachwuchspolitikerin (Mentee) an. Die Nachwuchspolitikerin schaut ihrem Mentor über die Schulter und lernt so das Alltagsgeschäft von Kommunalpolitikern kennen. Die Anmeldung eines Tandems oder auch einzelner Personen ist bis zum 15. Mai möglich. Das Niedersächsische Sozialministerium unterstützt jeden Teilnehmer finanziell mit 50 Euro. 

Fraktionsübergreifend waren sich die Redner einig, dass der Anteil der Frauen in den emsländischen Räten und auch im Kreistag "vier zu niedrig" ist. "Viele Frauen im Emsland haben gute Ideen. Wir müssen sie für die ehrenamtliche Arbeit begeistern", sagte Margret Berentzen (CDU). Sowohl sie als auch Andrea Kötter (SPD) forderten die Parteien auf, Frauen auf aussichtsreiche Listenplätze zu setzen. 


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