Umweltfreundlich zum Termin Elektroauto für das Amtsgericht Meppen

Von Emily Megger

Direktorin Anette Schneckenberger, stellvertretender Geschäftsleiter Lucas Pieper (vorne) und Wachtmann Hermann Metten (am Steuer) haben sich um die Beschaffung eines Elektroautos gekümmert. Foto: Emily MeggerDirektorin Anette Schneckenberger, stellvertretender Geschäftsleiter Lucas Pieper (vorne) und Wachtmann Hermann Metten (am Steuer) haben sich um die Beschaffung eines Elektroautos gekümmert. Foto: Emily Megger

Meppen. Das Meppener Amtsgericht will nachhaltiger und „grüner“ agieren. Seit Ende 2016 ist eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert, nun ist ein Elektroauto als Dienstwagen angeschafft worden.

Die Amtsgerichte im Bezirk weser-Ems wollen im Alltag seine Umweltfreundlichkeit ausbauen und haben deshalb 2016 das Projekt „ Grünes Amtsgericht “ begonnen. Die Fotovoltaik-Anlage auf dem Meppener Gerichtsgebäude hat demnach in den vergangenen zwei Jahren die Stromkosten um 35 Prozent und den Verbrauch zugekauften Stroms um 30 Prozent gesenkt. Diese Zahlen motivierten zu einem weiteren Projekt.

Seit Mitte März gibt es einen batterieelektrisch betriebenen Dienstwagen. Dieser wird besonders für Fahrten zu Betreuten genutzt, die selbst nicht mehr mobil sind. So ist eine Anhörung in Rechtsangelegenheiten auch in vertrauter Umgebung, wie im Altenheim, immer häufiger möglich. Trotz des großen Bezirks des Amtsgerichts, der auch Esterwegen und Werlte einschließt, reiche die Reichweite des Autos mit etwa 250 Kilometern völlig aus, sagt die Direktorin des Amtsgerichts Anette Schneckenberger.

„Mobilität im ländlichen Bereich ist ein großes Thema für uns“, sagt der stellvertretende Geschäftsleiter Lucas Pieper. Die Mitarbeiter könnten nun flexibler und freier verteilt werden, da niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen sei. Auch für Fortbildungen könne das Auto genutzt werden.

„Ich denke, dass Behörden im Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Wenn unsere Mitarbeiter ein Elektroauto ausprobieren, kann das auch ein Anreiz für einen Kauf sein“, meint Anette Schneckenberger. Wenn die Sonne scheint und das Auto über die eigenen Solarzellen aufgeladen wird, entstehen keine Emissionen. Mit einem ungefähren Kostenbetrag von 2,69 Euro pro 100 Kilometer sei ein Elektroauto außerdem günstiger als ein klassisches Auto.

Das Projekt „Grünes Amtsgericht“ wird weiterlaufen. Als nächste Idee kam bereits der Wunsch nach einem Energiespeicher auf, um den Strom speichern und somit zeitversetzt nutzen zu können.


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