Elf Anträge zum Kreis-Rekordhaushalt 3000 Notfalldosen für Menschen im Emsland

Die Notfalldose soll im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie beinhaltet zwei Sticker für Haustür und Kühlschrank sowie ein Formular mit Patientendaten und Krankheiten. Foto: Ursula HoltgreweDie Notfalldose soll im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie beinhaltet zwei Sticker für Haustür und Kühlschrank sowie ein Formular mit Patientendaten und Krankheiten. Foto: Ursula Holtgrewe

Meppen. Elf Anträge aus drei Fraktionen (CDU, SPD, Grüne) sind vor der Abstimmung zum neuerlichen Rekordhaushalt des Landkreises Emsland eingebracht worden. Ein Großteil davon wurde, teils in auf Vorschlag der Verwaltung in modifizierter Form, gebilligt.

CDU: Einstimmig befürwortete der Kreistag einen Antrag für zusätzliche Finanzhilfe bei Investitionen steuerschwächerer kleinerer Gemeinden. Bis zum Sommer soll ein Förderprogramm erarbeitet werden. Überdies werden 100 000 Euro pro Jahr für die Förderung von Dorfprojekten bereitgestellt. Mit großer Mehrheit sprach sich der Kreistag überdies für eine Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung des Speicherbeckens Geeste nach Stilllegung des Kernkraftwerkes Emsland in Lingen aus. Für die Studie wurden 50 000 Euro gebilligt. 

SPD: Geschlossen stimmte der Kreistag der Anschaffung von 3000 Notfalldosen im Emsland zu. Die Dosen, in denen wichtige persönliche Angaben der Patienten (Vorerkrankungen, Medikamente, Kontaktdaten) enthalten sind und Rettern wertvolle Hinweise geben können, werden bundesweit standardmäßig im Kühlschrank verwahrt. Ebenfalls einstimmig wurde beschlossen, kreiseigene Lkw mit Abbiegeassistenzsystemen auszurüsten – sofern möglich. Für rund 150 000 Euro wird auf dem Dach der Berufsbildenden Schulen Lingen (Beckstraße) eine Fotovoltaikanlage errichtet. Auf breite Ablehnung stieß hingegen ein Antrag auf Senkung der Kreisumlage auf 38 Punkte.

Grüne: Als Verpflichtungsermächtigung stellt der Landkreis 200 000 Euro zusätzlich zu den jährlichen 800 000 Euro für den Radwegeausbau zur Verfügung. Das landkreiseigene Förderprogramm „Wildblumenwiesen“ wird um 50 000 Euro erhöht. Die Verwaltung wird beauftragt, die Veröffentlichungen zur emsländischen Geschichte, vor allem mit Blick auf die NS-Zeit aufzuarbeiten. Abgelehnt wurde ein neuerlicher Antrag zur Förderung von Bio-Landwirtschaft. 


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