Modellstandort für Bildungsmaßnahme VHS Meppen baut Bildungsbrücken für Geflüchtete



Meppen. Seit Oktober 2018 führt die Volkshochschule Meppen (VHS) als Modellstandort eine neue Bildungsmaßnahme „Bildungsbrücken bauen“ für Geflüchtete durch.

Das Projekt im Rahmen des Programms „Perspektive Heimat“ wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und richtet sich an alle Drittstaatangehörigen mit unsicherer Bleibeperspektive. Die Teilnehmenden des Projekts können unabhängig von ihrem Aufenthaltstitel teilnehmen.

Teilnehmen können auch, je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus, Personen mit (vorübergehendem) Bleiberecht. Darunter fallen Personen mit Aufenthaltstitel, geduldete Personen, Schutzberechtigte, denen ein Schutz nach deutschem Recht gewährt wurde. Es können aber auch Personen an dem Projekt teilnehmen, denen der Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen gewährt wurde. Vor allem Menschen aus den Balkanstaaten (Kosovo, Serbien, Albanien), Nord- und Westafrika (Marokko, Tunesien, Gambia, Nigeria, Ghana) sowie dem Irak und Afghanistan gehören zu der Zielgruppe.

Stärken, Fähigkeiten und Interessen

Die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Volkshochschulverbandes hat in enger Zusammenarbeit mit dem DVV International ein bedarfsorientiertes Lern- und Betreuungsangebot entwickelt. Das Projekt umfasst Kurse mit einer Dauer von vier Wochen. In der ersten Woche findet eine Kompetenzfeststellung statt, mit einem speziell für dieses Projekt entwickeltem Stärkenatlas. Anhand dieses Tools können die Stärken, Fähigkeiten und Interessen herausgearbeitet werden und so optimal an die Bedarfe der jeweiligen Herkunftsländer und den Vorstellungen der Teilnehmenden angepasst werden.

In der zweiten Woche findet ein Sprachkurs statt, der vor allem auf berufliche Begriffe abzielt, sodass die Teilnehmenden sprachlich gut vorbereitet in ihr Praktikum starten können, welches in den beiden letzten Wochen stattfindet. Die Praktika können durch Kooperationen mit Unternehmen, Werkstätten oder anderen Einrichtungen ermöglicht werden. Die Auswahl der Praktika wird unter Berücksichtigung des Stärkenatlas getroffen und die Bedarfe und Interessen werden ebenso berücksichtigt. Am Ende der Maßnahme erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Noch das ganze Jahr werden diese Kurse an der VHS Meppen durchgeführt, um den Teilnehmenden Arbeitsmarktperspektiven aufzuzeigen und um praktische Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus können sie eine berufliche Weiterbildung vorweisen.

Fragen dazu beantwortet Radka Lemmen unter Telefon 05931 9373-24 oder per E-Mail: radka.lemmen@vhs-meppen.de.


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