Skiclub bringt ausgemusterten Ski an Wegweiser in Ischgl weist jetzt auch nach Meppen und auf den SVM hin

Wo geht´s denn hier nach Versen? Der Ski-Club aus dem gleichnamigen Meppener Ortsteil hat in Ischgl in Österreich einen passenden Wegweiser aufgestellt. Sicher ist sicher. Foto: Ski-Club Meppen-VersenWo geht´s denn hier nach Versen? Der Ski-Club aus dem gleichnamigen Meppener Ortsteil hat in Ischgl in Österreich einen passenden Wegweiser aufgestellt. Sicher ist sicher. Foto: Ski-Club Meppen-Versen

Meppen. Es kann nie schaden, den Weg nach Hause vor Augen zu haben: Nach diesem Motto hat eine Skifahrertruppe aus Meppen im österreichischen Ischgl einen dort sehr bekannten Wegweiser ergänzt. Seit einigen Wochen verweist er auf das Dorf Meppen-Versen – und den heißt geliebten SV Meppen.

667 Kilometer Luftlinie haben Hermann Schomaker und seine Mitstreiter ausgemessen – so weit ist Ischgl per Luftlinie von Versen entfernt. Mit dem Auto sind es 864, aber alles gut zu schaffen für eine Truppe, die seit inzwischen zwölf Jahren nach Österreich fährt und mit der Zeit immer größer geworden ist.  

In dichtem Schneetreiben und mit Hilfe einer Leiter haben die Meppener das Schild angeschraubt.

Ursprünglich waren neben Schomaker auch Helmut Middendorf, Hubert Hensen, Josef Hake, Gerd Schröder, Franz-Josef Meyer und Alfred Stoeter dabei, inzwischen noch einige mehr, viele gebürtig aus Versen.

„In Ischgl steht ein schöner Wegweiser“, berichtet Schomaker. Fünf Meter hoch, so schätzt er, neben einem Bergrestaurant auf 2624 Metern Höhe und versehen mit ausgemusterten Skiern, deren Aufschrift auf die Herkunft einiger der mehreren Zehntausend Gäste pro Jahr verweist.


Kapstadt zum Beispiel ist demnach 9230 Kilometer entfernt, der Südpol 15130 und New York 6700. Da durfte Versen nicht fehlen, dachten sich die in diesem Jahr 17 Hobby-Skifahrer, die wie immer für acht Tage im Januar ihren Skipass gelöst hatten und auch jeden Tag auf der Piste waren.

„Ich habe den Ski zu Hause gemeinsam mit Christoph Tschan vorbereitet“, berichtet Schomaker. Blau-Weiß gefärbt in den Farben des SV Meppen, versehen mit dessen Emblem und der der Zahl 1912 – dem Jahr der Vereinsgründung. „Viele von uns sind am Wochenende im Stadion“, sagt Schomaker, „alle fiebern mit dem Verein.“

Viel Schnee und viel Sonne: So ließ es sich aushalten.

Deshalb habe es nahe gelegen, den SVM, Versen und den Ski Club gemeinsam zu verewigen. Beim Anbringen in luftiger Höhe half übrigens der Hausmeister des benachbarten Restaurants mit einer Leiter aus. Und die Versener hatten zwar einen kleinen Akkuschrauber dabei, um den Ski anzubringen, aber der versagte angesichts der Kälte schnell. Handarbeit mit einem Schraubendreher war dann gefragt.


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