Kredite und Einlagen steigen Sparkasse Emsland verbreitet weiterhin Optimismus

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Die Zentrale der Sparkasse Emsland in Meppen. Foto: Hermann-Josef MammesDie Zentrale der Sparkasse Emsland in Meppen. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Die Sparkasse Emsland hat sich im abgelaufenen Jahr "gut behauptet". Dieses Fazit haben die drei Vorstände Ludwig Momann (Vorsitzender) sowie Oliver Roosen und Marco Menne gezogen. So kletterte die Bilanzsumme noch einmal um 119 Millionen Euro auf 3,68 Milliarden Euro.

In einem Pressegespräch wollten die Sparkassen-Vertreter mit Blick auf 2019 denn auch nicht die pessimistische Haltung der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim teilen. Diese mutmaßte für die hiesige Wirtschaftsregion würden in diesem Jahr "dunkle Wolken" am Konjunkturhimmel aufziehen (wir berichteten). Dazu Momann: "Wir blicken vielmehr vorsichtig optimistisch in die Zukunft." Allerdings rechne die Sparkasse Emsland nicht damit, dass sich für das Kreditinstitut selbst die "anspruchsvollen Rahmenbedingungen" wie regulatorische Anforderungen oder das Niedrigzinsniveau verbessern. In den kommenden Monaten sei keine "keine Zinserhöhung" in Sicht. 


Auch deshalb werde es für die Sparkasse Emsland immer wichtiger, dass sie außerhalb der Bilanzsumme wächst, um hier entsprechende lukrative Provisionen zu erzielen. So verzeichnete das Kundengeschäftsvolumen einen Zuwachs von 2,7 Prozent auf 5,978 Milliarden Euro. Allein das Kreditvolumen betrug im vergangenen Jahr 2,862 Milliarden Euro (Plus von  1,9 Prozent). Die Kundeneinlagen legten ebenfalls gegenüber 2017 noch einmal um 5,2 Prozent auf 2,651 Milliarden Euro zu.



Als Erfolgsstrategie gab Momann die Schlagworte "nah, regional und digital" aus. Das vertrauensvolle Beratungsgespräch vor Ort "von Mensch zu Mensch" sei weiterhin immens wichtig. Selbst junge Kunden wüssten dies zu schätzen. Dabei werde die Sparkasse über die vielen digitalen Kontakte für Kunden "schneller und bequemer". 61.000 Nutzer führen 60 Prozent aller Girokonten online. Insgesamt zählt die Sparkasse Emsland 184.400 Privatgirokonten.

Immobilienmarkt boomt

Der Immobilienmarkt boomt im Emsland. Laut Vorstand Menne wickelte die Sparkasse 2018 mehr als "1000 Baufinanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 281,9 Millionen Euro ab". Dabei handele es sich im wesentlichen um Einfamilienhäuser. Das sei eine enorme Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Prozent. Allerdings sei "gerade in Meppen das Immobilienangebot sehr gering". Zudem nutzen emsländische Financiers Bauprojekte, zum Beispiel von Studentenwohnungen in Aachen, Münster Köln oder Oldenburg, als Kapitalanlage. Auch für 2019 zeichnen sich gute Geschäfte ab.

Mehrere Bauprojekte

Die Sparkasse selbst investiere weiter in ihre 56 Geschäftsstellen (davon 21 SB-Stellen, 2017: 57 Geschäftsstellen). So erfolgte im vergangenen Jahr der Neubau in Geeste-Dalum. In Aschendorf entstehe  ebenfalls gerade eine neue Geschäftsstelle, die im dritten Quartal 2019 eröffne. Nach einem Architektenwettbewerb werde für Lingen der Entwurf des Speller Büros B-Werk favorisiert. Einen exakten Zeitplan für dieses Großprojekt gebe es aber noch nicht. Die Zahl der Mitarbeiter sank erneut um 44 auf 718 Beschäftigte. Dabei komme die Bank ihrer regionalen Verantwortung mit 50 Auszubildenden und vier Bachelor-Studenten sehr wohl nach. In diesem Jahr würden 26 Azubis und zwei Bachelor-Stundeten starten.


Zugleich engagierte sich die Sparkasse weiter gesellschaftlich und förderte auch in 2018 gemeinsam mit der Emsländischen Sparkassenstiftung Projekte in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Sport und Soziales mit über einer Million Euro. Allein 20.000 Euro erhält im Mai dieses Jahres die Katholische Landjugend für ihre 72-Stunden-Aktion im Mai. Die drei Vorstandsmitglieder blicken optimistisch in die Zukunft: "Die Sparkasse ist gut gewappnet und nimmt die Herausforderungen an", bilanzierte Vorsitzender Momann.  





 








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