Mit einer Behinderung leben Beratungsangebot in Haselünne und Meppen

Felix Wester und Matthias Engelken

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Ratsuchende werden umfassend von Christin Jönen und Alexander Russell informiert. Foto: EngelkenRatsuchende werden umfassend von Christin Jönen und Alexander Russell informiert. Foto: Engelken

Meppen. In Meppen und Haselünne gibt es jetzt eine EUTB-Beratungsstelle für behinderte Menschen und deren Angehörige. „EUTB steht für Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“, sagt Christin Jönen. Gemeinsam mit Alexander Russell bietet sie in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Kreisverband Emsland in Meppen Beratungen an.

Hier gibt es Antworten auf Fragen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, wie Arbeit, Wohnen, Assistenz, Ausbildung, persönliches Budget, Pflege und Freizeit. „Ein gutes Leben, das wünschen sich viele Menschen – auch Menschen mit Behinderungen, hier möchten wir unterstützen“, sagt Jönen. Dabei ist das Angebot kostenlos. Finanziert wird die EUTB durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 58 Millionen Euro pro Jahr im gesamten Bundesgebiet. Weit über 400 Anlaufstellen gibt es in Deutschland, mit der Anlaufstelle im Paritätischen nun zwei in Meppen.

„Wir sind natürlich auch für den gesamten Kreis zuständig, haben zudem eine Anlaufstelle in Haselünne“, sagt Jönen. „Unsere Beratungsstelle bietet Orientierung und ist Lotse im Inklusionsdschungel“, ergänzt Russel. Dabei denkt er auch an Menschen, die infolge einer Erkrankung zukünftig unter einer Behinderung leiden und deshalb sich über Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchten. Das Angebot sei nicht als Konkurrenz zu bestehenden Strukturen zu verstehen, sagt er. „Wir wollen die Landschaft kooperativ bereichern“, versichert Russell. Unabhängig von Leistungsträgern aufzutreten, ist für ihn von hoher Bedeutung.

Hemmschwellen überwinden

Menschen mit Behinderung oder Angehörige von Menschen mit Behinderung beraten Menschen mit Behinderung. Dieses Peer Counseling genannte Konzept soll in einer vertrauensvollen Atmosphäre Hemmschwellen überwinden. Zudem bietet es die Möglichkeit, Probleme schneller zu erkennen und Lösungsansätze zu finden. „Wir können auf ein großes Netzwerk zurückgreifen, kennen die Anlaufstellen und helfen auch so, um die Erfordernisse des Alltags der Betroffenen bestmöglich zu bewältigen“, sagt Jönen. Derzeit sind sie und ihr Kollege unterwegs und informieren Sportvereine, Selbsthilfegruppen und weitere Institutionen über das Angebot.

Gesprächszeiten finden in Meppen, Lingener Straße 13, beim Paritätischen Wohlfahrtsverband montags, dienstags und freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr und in Haselünne, Konrad-Adenauer-Straße 4 (CBF-Haus) donnerstags von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr statt. Termine können telefonisch vereinbart werden, Bei Bedarf werden Ratsuchende von Alexander Russell und Christin Jönen zu Hause aufgesucht.

Informationen unter Tel. 0178/6329793 oder 0178/6329795, E-Mail: alexander.russell.eutb@paritaetischer.de oder christinjoenen.eutb@paritaetischer.de.


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