Verdienste um Bienenhaltung Werner Klausing mit Imme Preis vom Förderverein Bourtanger Moor ausgezeichnet

Von Matthias Engelken

Mit dem Imme-Preis zeichneten die Vereinsmitglieder um Hermann Hüsers (links), Björn Wicks und Tobias Böckermann (hinten) Werner Klausing (vorne) im Beisein seiner Frau Monika aus. Foto: Matthias EngelkenMit dem Imme-Preis zeichneten die Vereinsmitglieder um Hermann Hüsers (links), Björn Wicks und Tobias Böckermann (hinten) Werner Klausing (vorne) im Beisein seiner Frau Monika aus. Foto: Matthias Engelken

Haren. Der Förderverein Imme Bourtanger Moor hat Werner Klausing mit dem „Imme Preis 2018“ für außergewöhnliche Verdienste rund um die Bienenhaltung und den Naturschutz ausgezeichnet.

In seiner Laudatio erläuterte auf der Mitgliederversammlung des Vereins Vorsitzender Hermann Hüsers die Gründe für die Entscheidung der Jury. „Werner Klausing hat von der ersten Idee bis heute unseren Verein begleitet und mit guten Tipps für den nötigen Schwung für die Gründung gesorgt“, erläuterte Hüser. So hatte Klausing als damaliger Vorsitzender des Landesverbandes der Imker tatkräftig die Harener in ihrem Vorhaben unterstützt und unter anderem den Tipp gegeben, grenzübergreifend zu arbeiten und Partner auch in der Niederlande zu suchen.

„Diese Auszeichnung soll unser Dank für das Engagement zum Ausdruck bringen“, erläuterte Hüsers bei der Übergabe. Klausing selbst blieb bei der Preisverleihung bescheiden und bezeichnete sich nur als kleines Rädchen in einem starken Motor, „der mit großem Geschick angetrieben wird.“

Er erinnerte dabei daran, dass einstmals deutsche und niederländische Imkerkollegen fest an die Verwirklichung einer guten Idee geglaubt hätten und nur so diese auch umgesetzt werden konnte. „Da alles aus einem Nichts erschaffen wurde, konnten auch Vorstellungen umgesetzt werden, die an anderen Stellen mit langer Tradition nicht vorstellbar sind“, sagte er und verwies etwa auf den im Bienenzentrum aufgebauten Prüfstand für Zuchtlinien beider hauptsächlichen Bienenzuchtrichtungen in Deutschland, der zu einem Einfluss auf eine sehr rasch verlaufende Entwicklung gehabt hätte, die heute den Bienenrassen Buckfast und Carnica beim Deutschen Imkerbund gleichberechtigt an wichtigen züchterischen Projekten zusammenarbeiten lässt.

Weiteres Potenzial

„Von hier werden weitere Anstöße für die Entwicklung der Region und der Imkerei ausgehen“, sieht Klausing weiteres Potenzial im Bildungszentrum. Dieses sieht auch Vereinsvorsitzender Hermann Hüsers und stellte Projekte für das kommende Jahr vor. So soll unter anderem eine Dachfläche begrünt, ein Schulungsraum mit einem Zeltanbau erweitert und eine Ausstellung installiert werden. Ebenso sind Hinweisschilder in Planung und auch über ein Moorbiotop unweit der Gebäude wird nachgedacht.

Weit über 2500 Besucher verzeichnete das Zentrum im vergangenen Jahr, 90 Veranstaltungen wurden durchgeführt. Schulen, Kindergärten aber auch Gruppen aus der Landwirtschaft, politische Parteien und natürlich Imker hatten die Örtlichkeit aufgesucht, um sich über das Bienenzentrum und das Imkerwesen zu informieren. „Wir freuen uns über die positive Resonanz, stoßen aber auch an unsere Grenzen“, erläuterte Hüser und dankte dabei den vielen ehrenamtlichen Helfern. „Großer Dank geht aber auch an die Sponsoren, ohne die ein solches Projekt nicht zu stemmen wäre“, meinte der Imkermeister.


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