Männer berichten in Plattenkiste Meppener Verein hilft bei seelischen Erkrankungen

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Die Radiosendung im NDR-Studio gestalteten (v.l.) Christian Holtmann, Georg Quednow, Jens Krause und Johannes Berends. Foto: LotseDie Radiosendung im NDR-Studio gestalteten (v.l.) Christian Holtmann, Georg Quednow, Jens Krause und Johannes Berends. Foto: Lotse

Meppen. Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Vergangene Woche unterhielten sich für eine Stunde die Meppener Johannes Berends, Christian Holtmann und Georg Quednow mit Moderator Jens Krause über die Arbeit der Gruppe des Vereins Lotse..

Die Gäste präsentierten Lotse, ein Verein für Menschen mit seelischer Erkrankung und gehören zur Gruppe „Café Wohlsein“ aus Meppen-Holthausen. Neben den Wortbeiträgen gestalteten die Emsländer auch das Musikprogramm. Beim „Café Wohlsein“ geht es darum, einen Ort außerhalb des normalen Wohnumfeldes zu haben, wo seelisch Erkrankte bei Kaffee und Keksen einfach beisammen sein können. „Es kann jeder kommen, der mag. Auch wenn man sich mal nicht unterhalten möchte. Es geht nur ums Beisammensein“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Klinik für Suchtkranke

Neben seinem Engagement in großen Behinderteneinrichtungen im Landkreis Emsland und einer Klinik für Suchtabhängige arbeitet Georg Quednow als Erziehungswissenschaftler und katholischer Diakon, angestellt im Bistum Osnabrück. Er hat lange beim Verein Lotse in Leitungspositionen gearbeitet und ist seit acht Jahren im Vorstand. Das „Café Wohlsein“ hat er ins Leben gerufen, um mit Menschen, die ihm am Herzen liegen, im Gespräch zu sein und zu bleiben.

Studium zu stressig

Ein Studium und einen Studentenjob zu kombinieren kann sehr stressig sein. Christian Holtmann war vorher schon psychisch krank und geprägt von familiären Schicksalen. Der ganze Stress wurde ihm zu viel. Dann die Diagnose - Depressionen und Schizophrenie. Er gab sein Studium in Geschichte und katholischer Theologie auf und zog 2011 zunächst in ein Übergangswohnheim und wohnt nun in einem Langzeitwohnheim in Lotse. Die Zeit im „Café Wohlsein“ genießt er sehr.

Austausch wichtig

Bei Johannes Berends kam die psychische Erkrankung damals schleichend. Der Austausch im „Café Wohlsein“ tut ihm gut, er ist jedes Mal dabei, wenn das Café geöffnet hat. Dort kann er über alles reden, das hilft ihm.


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