Gute Vorsätze Warum für einige Meppener 2019 alles anders werden soll

Von Ann-Christin Fischer

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Meppen. Der Jahreswechsel steht an, für die meisten beginnt die Zeit, sich für ein paar gute Vorsätze für das neue Jahr zu entscheiden. Unter den Top-Vorhaben sind seit vielen Jahren immer dabei: gesündere Ernährung, mehr Zeit für die Familie und mit dem Rauchen aufhören. Wie sehen das die Menschen im mittleren Emsland?

„Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“, diesen Spruch kennen wir aus der Bibel. Die Liste der Vorsätze ist jedes Jahr lang, in den meisten Listen fehlt jedoch der Punkt, den Vorsatz auch wirklich einzuhalten. Denn laut Studien gibt etwa die Hälfte derer, die um kurz vor 12 Uhr siegessicher die letzte Zigarette gen Himmel halten und kämpferisch Besserung geloben, ihr Unterfangen im Laufe des Jahres wieder auf.

So nicht beim Ehepaar Cieplik. Adolf und Irene Cieplik sind seit 38 Jahren verheiratet. Liebevoll nennt es Adolf „38 Jahre betreutes Wohnen“ und gibt seiner Irene einen Kuss auf die Backe. Die beiden fertigen seit Jahren liebevoll gefertigte Deko- und Gebrauchsartikel für Haus und Garten, handgemachte Acryl-Bilder und lustige Geschenkideen an, die sie auf den Weihnachtsmärkten der Region verkaufen. Letztes Jahr machten sie es sich zum Vorsatz, die Ernährung umzustellen und umweltbewusster zu leben.

Noch umweltbewusster

Der erste Vorsatz hält noch immer an, und beide seien auf einem guten Weg. Noch umweltbewusster zu leben, steht 2019 ganz oben auf der To-do-Liste. „Auch wir wollen vom Kunststoffmüll weg und haben hin und her überlegt, wie wir das schaffen“, erzählt Irene von ihrem Vorhaben. Weil sie aber die Mehrkosten für Papiertüten nicht tragen kann und auch ihren Kunden die Bürde nicht auferlegen will, haben sie und ihr Mann in diesem Jahr einen Kompromiss gefunden. „Wir haben Kunststofftüten gekauft, die besonders schön sind, damit sie nicht direkt weggeschmissen, sondern mehrmals verwendet werden können“, sagt sie und erwähnt lobend: „Aber in Meppen sind die Menschen sowieso sehr umweltbewusst. Fast jeder hat eine eigene Tüte dabei oder nimmt das Gekaufte einfach in die Hand.“ Und da aller guten Dinge drei sind, haben die beiden auch noch einen dritten guten Vorsatz im Gepäck: Vermehrt bei den heimischen Laden einzukaufen, um vor allem handwerkliche Produkte wieder mehr schätzen zu lernen. „Und wenn dann noch Zeit bleibt, möchte ich mir wieder die ein oder andere Stunde nur für mich nehmen, in der ich ein gutes Buch lese“, verrät sie.

Mehr lesen

Eben diesen Vorsatz hat auch Elke Germer. „Ich möchte mehr lesen, mir Zeit für mich nehmen und wieder mehr rausgehen.“ Ihr Partner Kai Bücker hat gar keine Vorsätze und sagt pragmatisch: „Die hält man sowieso nicht ein.“ Dass man gesund bleibt und vor allem glücklich – das ist Tanja und Dagmar Wensink ganz wichtig. Dagmar möchte im neuen Jahr mehr Sport machen, Kampfkunst. Dagmar hat einige berufliche Prüfungen vor sich, die sie unbedingt bestehen möchte. Bei beiden steht Glück und Zufriedenheit ganz oben. „Wenn es so bleibt, wie es ist, dann ist auch schon alles gut“, meint Wensink mit einem Lächeln im Gesicht.

Wie viele Meppener dieses Mal ihre guten Vorsätze einhalten, ist ungewiss. Gewiss ist aber: 2019 steht unmittelbar vor der Tür. Also höchste Zeit, sich gedanklich mit dem Jahreswechsel zu beschäftigen.


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