Siebte Auflage Harte Klänge bei Meppener Christmas Metal Meeting

Von Bernd Fischer

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Am vergangenen Samstag fand mit dem Christmas Metal Meeting der alljährliche Jahresabschluss für die Metalfans in der Region statt. Ein großes Zirkuszelt am Nagelshof bildete erneut die Kulisse für das seit Monaten ausverkaufte Konzerthighlight.

Um 18 Uhr konnten die aus Meppen und Lingen stammenden A Place To Fall den Abend bereits vor guter Kulisse mit modernem Metal und Post-Hardcore Einflüssen eröffnen. Anschließend folgten die Meppener Brain Lickers, die das Publikum mit Punkrock, Rock’n’Roll und körperbetonter Show weiter anheizten. Mit Vintage-Mofa und Stripperin auf der Bühne untermauerten sie dabei erneut ihren Ruf als berüchtigte Liveband.

Gegen 20 Uhr durfte sich mit Eisenkarl dann der heimliche Headliner beim Heimspiel feiern lassen. Die Band ist seit diesem Jahr nach Umbesetzungen zum Quintett angewachsen und sorgte mit ihrer Covershow aus Metal- und Hardrockklassikern für den ersten Partyhöhepunkt des Abends.

Deutlich heftigere Töne schlugen im Anschluss die Berliner Postmortem an. Mit ihrer Mischung aus Thrash- und Death Metal überzeugten aber auch sie insbesondere die Freunde der härteren musikalischen Gangart. Den Abschluss des Abends besorgten schließlich Motorjesus aus Mönchengladbach. Die Band hat es mit ihrer aktuellen Platte nicht nur kurz in die deutschen Albumcharts geschafft, sondern sorgte mit einer Mischung aus Metal, Punkrock und Action-Rock’n’Roll in der Tradition von Motörhead, Volbeat oder Peter Pan Speedrock auch für akustische Vollbedienung beim Meppener Publikum. In Fünferbesetzung erwies sich die Truppe als würdiger Headliner.

Die Erfolgsgeschichte des Christmas Metal Meetings ist in Zeiten aussterbender Clubshows wirklich bemerkenswert. Am 29. Dezember feierte das Konzertevent bereits seine siebte Auflage. Während die erste Party 2012 noch im kleinen Rahmen im Proberaum der Meppener Band Eisenkarl gefeiert wurde, sorgte man in den Folgejahren im Meppener Rockpalast an der Schützenstraße für volles Haus. Auch hier wurde der Platz aber schnell zu klein, sodass die Organisatoren seit dem letzten Jahr mit einem großen Zirkuszelt am Nagelshof hinter dem Emsbad eine wirklich außergewöhnliche Location erschaffen haben.

Dabei bleibt man sich allerdings treu. Die Organisation wird nach wie vor ehrenamtlich von der Band Eisenkarl und deren Umfeld übernommen. Für den Getränkeausschank und die Aftershowparty ist Rockpalastbetreiber George Gambier zuständig. Und vor dem Zirkuszelt bieten die Kleinstadtkinder aus dem Jam einen Glühweinverkauf an. Ein Erfolgsrezept das aufgeht, denn bereits kurz nach dem Vorverkaufsstart am 1. August waren alle 600 Tickets für den Abend vergriffen. Die Veranstalter kündigten auf Nachfrage für 2019 bereits die nächste Ausgabe in Meppen an. Im Sommer kann mit den ersten Infos gerechnet werden. Interessenten sollten dann auf jeden Fall den Vorverkauf nutzen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN