Viele Niederländer vor Ort So groß ist der Ansturm auf Feuerwerk im mittleren Emsland

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Großer Andrang herrscht am Freitagmittag in der Feuerwerk-Abteilung im Meppener Marktkauf. Foto: Malte GoltscheGroßer Andrang herrscht am Freitagmittag in der Feuerwerk-Abteilung im Meppener Marktkauf. Foto: Malte Goltsche

Meppen. Es ist so weit: Wenige Tage vor dem Silvestertag startet der Feuerwerksverkauf in den Supermärkten. Während die Polizei vor den Gefahren warnt, kaufen Deutsche und Niederländer im mittleren Emsland fleißig ihre Knaller ein.

Schon als um 8 Uhr der Marktkauf im Gewerbegebiet Meppen-Nödike öffnete sind die ersten Feruerwerkfans vor Ort, um sich für den großen Tag am 31. Dezember einzudecken. Der große Sturm bleibt zwar zunächst aus, dennoch wechseln bereits früh am Morgen die ersten Raketen und Böller den Besitzer. Auffällig auf dem Parkplatz und in der extra eingerichteten Feuerwerk-Abteilung: Viele Niederländer nehmen den Weg über die Grenze auf sich und kaufen hierzulande ihre Silvester-Utensilien.

Ansturm um 11 Uhr

Marktkauf-Filialleiter Fabian Beyer erwartet den großen Ansturm aus dem Nachbarland für ungefähr 11 Uhr vormittags. Und er behält Recht: Auf dem großen Parkplatz sind kaum noch freie Flächen zu finden, dominiert wird er von Besuchern aus den Niederlanden. Einer davon ist Roel Kampman, der mit zwei Freunden extra aus Emmen angereist war. Kampman kauft ausschließlich Feuerwerk ein – für einen Wert von 206 Euro. "Hier ist es einfach billiger als bei uns", sagt er. Für das eigene Feuerwerk gibt er gerne so viel Geld aus: "Man will es einfach selber machen, das ist es mir wert." 

Roel Kampman kaufte Feuerwerk im Wert von 206 Euro ein. Foto: Malte Goltsche


Laut Filialleiter Beyer liegen Systemfeuerwerke, sogenannte "Batterien", im Trend. "Das Verhältnis beträgt etwa 70 Prozent Systemfeuerwerk und 30 Prozent einfache Raketen", sagte Beyer. Die Preisspanne im Sortiment ist groß: Kleine Knaller waren für wenige Euro zu bekommen, das teuerste Produkt, eine große Batterie mit langer Brennzeit kostete jedoch 149,99 Euro. Für den Marktkauf sind die Tage vor Silvester dank des Feuerwerks fast die umsatzstärksten im Jahr, wie der Filialleiter bestätigte. "Nur vor Weihnachten ist es noch mehr", sagte Beyer. 

Noch nicht eingekauft hat Jan Rikkers. Ebenfalls aus den Niederlanden angereist wartet er auf seinen Sohn, der in diesem Jahr die Knaller aussuchen darf. Als Budget hat er ihm rund 100 Euro gesetzt. Das Ziel sind für Rikkers Batterien, denn die seien in den Niederlanden viel zu teuer. "Außerdem ist es super, wenn man sagen kann, dass man sein Feuerwerk in Deutschland gekauft hat", sagt er.

Das teuerste Systemfeuerwerk kostet 149,99 Euro. Foto: Malte Goltsche


Polizei warnt vor Gefahren

Während Deutsche und Niederländer in Kauflaune sind, warnt die Polizei vor den Gefahren durch die Silvesterknaller, vor allem selbstgebastelten. "Mit nicht zugelassenen oder selbstgebastelten Böllern ist nicht zu spaßen. Sie sind lebensgefährlich und können großen Schaden anrichten. Außerdem sind Besitz, Weitergabe, Herstellung und das Abbrennen solcher Silvesterknaller strafbar", so Pressesprecher Marco Ellermann in einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Osnabrück. Für Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei sei die Silvesternacht eine der einsatzreichsten Nächte im Jahr. Für Privatleute ist das Zünden von Feuerwerkskörpern ist in Deutschland übrigens nur zu Silvester, zwischen dem 31. Dezember, 0 Uhr und dem 1. Januar, 24 Uhr, erlaubt. 

Bereits am Mittwoch konnten sich knallfreudige Meppener die diesjährige Silvesterware anschauen. Beim Hagebaumarkt in Meppen gab es ein Testfeuerwerk, bei dem alle 18 dort angebotenen Batterien zunächst vorgestellt und einzeln gezündet wurden. Anschließend konnten die rund 200 Zuschauer bei einem Höhenfeuerwerk alle Systeme zusammen begutachten. Am nächsten Tag gingen sie dann in den Verkauf.


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