Öffentlichkeit wird informiert Bundeswehr "sehr weit" in Sachen Meppener Moorbrand

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will zuerst den Deutschen Bundestag informieren. Foto: Kay Nietfeld/dpaVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will zuerst den Deutschen Bundestag informieren. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Meppen/Koblenz. Schon "sehr weit" ist die Bundeswehr nach eigenen Angaben bei der Aufarbeitung über die Ursachen und das Ausmaß der Schäden des Moorbrandes auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) vom 3. September bis 10. Oktober in Meppen.

Das hat jetzt das Presse- und Informationszentrum des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) aus Koblenz auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt. Das erste Mal am 6. Dezember und dann noch einmal am 12. Dezember hatte die Redaktion die Anfrage mit acht inhaltlichen Punkten bei der Bundeswehr zum Moorbrand in Meppen schriftlich gestellt. "Derzeit werden Ursache und Schäden des Moorbrandes gründlich und umfassend aufgearbeitet. Wir sind hier schon sehr weit", heißt es zwei bzw. drei Wochen später in der Stellungnahme des Presse- und Informationszentrums. 

Kosten werden ermittelt

Zugleich weist der Pressesprecher aber darauf hin, dass die "Aufarbeitung noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, da beispielsweise noch nicht alle Kosten Dritter vorliegen". Zudem müssten auch noch die notwendigen Maßnahmen im Umweltbereich ermittelt werden. 

Zu mehreren einzelnen Punkten der redaktionellen Anfrage gab es keine konkreten Aussagen. So wollte die Redaktion wissen, wie der Ermittlungsstand der eigens von der Bundeswehr eingesetzten Task Force ist. Hierzu gehören Angaben zu den einsatzfähigen Fahrzeugen, die bei Ausbruch des Moorbrandes am 3. und 4. September 2018 in Meppen zur Verfügung standen. 

Zur Erinnerung: Nach Recherchen der Redaktion feuerte der Hubschrauber Tiger am 3. September Luftboden-Raketen ab und setzte damit Moorflächen in Brand. Zu diesem Zeitpunkt stand statt der üblichen zwei nur noch eine geländegängige Löschraupe zur Verfügung. Die zweite Löschraupe fiel dann am Folgetag nach einem abrupten Fahrmanöver auch noch aus. 

Kein Austausch

Weiter wollte die Redaktion wissen, ob die Task Force und die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen kooperieren. Wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück am 14. Dezember auf Anfrage berichtete, findet kein "Erkenntnisaustausch" statt. Zudem lägen auch noch keine abschließenden Ergebnisse vor. Dabei ließ Staatsanwalt Lennart Jacobs damals auch offen, ob die Justizbehörde überhaupt Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung erwägt.  

Informationen folgen

Eine grobe Antwort erhielt die Redaktion hingegen auf die Frage, ob "die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Untersuchungen der Task Force, wie von Ministerin Ursula von der Leyen versprochen, informiert wird und falls, zu welchem Zeitpunkt? ". Dazu sagte der Sprecher der Bundeswehr in Koblenz: "Es ist geplant, das Parlament und dem folgend die Öffentlichkeit über Untersuchungsergebnisse zu informieren."  



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