Die Montagsbastler 25 Jahre Seniorenwerkstatt in Meppen

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Mitglieder der Seniorenwerkstatt Meppen. Foto: SeniorenwerkstattMitglieder der Seniorenwerkstatt Meppen. Foto: Seniorenwerkstatt

Meppen. Die Seniorenwerkstatt, eine Untergruppe der Seniorenvereinigung Meppen, gibt es seit 25 Jahren.

Die Idee, Senioren für eine nachberufliche Tätigkeit in einer Werkstatt auf freiwilliger Basis zu gewinnen, brachte Jacob Geyer seinerzeit in die Senioren-Union ein. In einer Sitzung am 14. Dezember 1993 wurde die Seniorenwerkstatt gegründet. Zu der ersten Gruppe, die sich mit der Verwirklichung der Idee von Jacob Geyer und organisatorischen Dingen befasste, gehörten Margret Klawki, Bernhard Schlömer, Karl Unkenholz und Josef Mohs.

Die Stadt Meppen stellte auf dem Kossehof einen Werkstattraum zur Verfügung. Nachdem keine Zuschüsse für die Finanzierung von Werkzeugen und Maschinen eingeworben werden konnten, startete die Seniorenwerkstatt durch Unterstützung der KEB in der Johannesschule, die großzügig einen Arbeitsraum zur Verfügung stellte und die Benutzung ihrer Holzbearbeitungsmaschinen erlaubte.

Die Seniorenwerkstatt wurde als Dauereinrichtung geplant, in der sich Senioren zur regelmäßigen Zusammenarbeit treffen, um alle an sie herangetragenen Arbeiten für soziale und kulturelle Einrichtungen durchzuführen, ohne hierbei in Konkurrenz zu Handwerk und Industrie zu treten. Es sollten Senioren mit Arbeitstechniken vertraut gemacht werden, die sie bisher nicht kannten. Das Hobby sollte nicht zu kurz kommen um für die Familie, Kinder oder Enkelkinder Dinge anzufertigen. Anfang 1994 wurde die Arbeit aufgenommen. Das erste Projekt waren Bücherregale für die Seniorenwohnanlage am Schillerring.

Heute besteht die Arbeitsgruppe aus 13 Ruheständlern aus den unterschiedlichen Berufen, die Freude an sinnvoller praktischer Arbeit haben und ihre Berufs- und Hobbyerfahrung einbringen. Friedel Stöber, das älteste Mitglied feierte Anfang des Jahres seinen 90. Geburtstag und ist immer noch mit voller Begeisterung bei der Arbeit. Er war von der ersten Stunde an dabei.

Im Laufe der Jahre wurden viele Objekte für Institutionen fertiggestellt, so zum Beispiel für die Feuerwehr Meppen ein Rauchmeldehäuschen. Dieses ist das Modell eines Mehrfamilienhauses, an dem man demonstrieren kann, wie sich der Rauch in einem Gebäude ausbreitet. Weiter wurde ein Modell der Feuerwache gebastelt, in dem acht Fahrzeuge ihren Platz haben und durch Fernsteuerung die Garage verlassen können.

Für das Stadtmuseum Meppen wurde ein Geschütz von 1914 nachgebaut, welches in der Dauerausstellung zum Thema Schießplatz ausgestellt ist. Es handelt sich hierbei um den Nachbau eines Mörsers, der Geschosse mit einem Durchmesser von 42 cm verschießen konnte und im 1. Weltkrieg eingesetzt wurde. Bekannt wurde dieser Mörser, der auf dem Krupp`schen Schießplatz (heute WTD 91) erprobt wurde, unter dem Namen „Dicke Bertha“.

Viel Engagement erforderte der Bau einer über zwei Meter hohen Weihnachtspyramide für die Johannesschule. Im Rahmen der Schülerganztagsbetreuung haben Schüler unter Aufsicht der Senioren fast zwei Jahre an der mit orientalischen Ornamenten gestalteten Weihnachtspyramide gewerkelt. Zur Zeit arbeitet die Gruppe an Spielsteinen für ein überdimensionales Damespiel, welches sich im Innenhof der Johannesschule befindet. Die Arbeitsgruppe trifft sich Montagnachmittags in der Johannesschule, außer in den Schulferien. Wer im sozialen Bereich einen Auftrag hat, kann sich bei Heinrich Rehse melden, Telefon 05931/18158.


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