Kreistag erhöht die Gebühren Müllentsorgung im Emsland kostet mehr Geld

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Die Müllentsorgung im Emsland wird teurer. Symbolfoto: dpaDie Müllentsorgung im Emsland wird teurer. Symbolfoto: dpa

Meppen. Die Müllentsorgung im Emsland wird teurer. Das gilt auch für die Bewohner. Der Kreistag hat am Montag in öffentlicher Sitzung beschlossen, die Gebühren für die schwarze und braune Tonne um 2,5 Prozent in den kommenden drei Jahren anzuheben.

Dabei sagte Umweltdezernent Dirk Kopmyer in öffentlicher Sitzung auch, dass bislang 50 Prozent aller Haushalte im Landkreis eine Biotonne nutzen. Ziel sei es, diese Quote auf 80 Prozent zu steigern. Was bedeutet dies für einen durchschnittlichen Haushalt. Während das Einsammeln von Papier und gelben Säcken kostenlos ist, zahlt der Bürger für die Restmüll- und Bioabfalltonne. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit jeweils 40-Liter-Tonnen zahlte bisher im Jahr 111,60 Euro und ab dem kommenden Jahr 114,48. Euro. Gerade Familien mit eigenem Grundstück nutzen oftmals die jeweils 80 Liter-Restmüll und 60-Liter Bioabfalltonne. Sie müssen sich auf eine Steigerung von 4,32 Euro auf nunmehr 175,32 Euro einstellen.

Teure Restmülltonne

Für Kunden ohne Biotonne, und das ist jeder zweite emsländische Haushalt, ist die Müllgebühr nicht viel günstiger. Sie zahlen für die 40 Liter-Restmüll-Tonne statt 91,68 Euro ab Januar 94,08 Euro. Die 80-Liter-Tonne kostet 3,60 Euro mehr und damit 144,72 Euro. Die AfD stimmte gegen die Preiserhöhung.

Interessant ist auch die Zahl der Restmüllbehälter (40 bis 240 Liter) insgesamt. Es sind im Landkreis 114.945 schwarze Tonnen. Hinzu kommen für Firmen und Mehrfamilienhäuser noch einmal 451 Restmüllcontainer mit einem Volumen von 1.100 Liter. Dem stehen bislang nur 50.184 Biotonnen (40 bis 240 Liter) gegenüber.

Foto: NOZ MEDIEN

Gleichwohl appellierte der Umweltdezernent an die Bürger: „In die Biotonne gehört nur Biomüll und kein Plastik.“ So werde die Verwertung des Mülls immer wichtiger. Zudem versuchen Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, die Bürger zum Müllvermeiden anzuleiten. So hätten Beratungen in den Einkaufspassagen in Lingen und Meppen stattgefunden.

Kaum Mehrwegflaschen

Dass dies Not tut, zeigte auch die Kritik von Michael Fuest (Bündnis 90/Die Grünen): So würden leider gerade von den Discountern immer weniger Mehrwegflaschen in Umlauf gebracht. Klaus Fleer (SPD) forderte zudem auf, gegen Missbräuche der Biotonnen vorzugehen. Günter Pletz (UWG) ärgerte sich darüber, dass in Meppen mit dem neuen Abfuhrkalender gelben Säcke und schwarze Tonnen jetzt nicht mehr am selben Tag ab 2019 abgeholt werden. Kopmeyer erwiderte, dass ab Januar ein neues Abfuhrunternehmen die gelben Säcke abholt.


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