Qualitätssiegel und Erfolge Kreistagsausschuss besichtigt Hänsch-Arena in Meppen

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Die Hänsch-Arena wurde durch SVM-Pressesprecher Thomas Kemper (vorne rechts) vorgestellt. Im Hintergrund ist die neue Nordtribüne zu sehen. Foto: Manfred FickersDie Hänsch-Arena wurde durch SVM-Pressesprecher Thomas Kemper (vorne rechts) vorgestellt. Im Hintergrund ist die neue Nordtribüne zu sehen. Foto: Manfred Fickers

Meppen. Der Landkreis Emsland will drei erfolgreiche Projekte im Bereich Sport und Jugendarbeit weiter fördern.

Passend zu diesen Tagesordnungspunkten fand die Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe und Sport im VIP-Raum der Hänsch-Arena statt. Thomas Kemper, Pressesprecher des SV Meppen stellte den Verein und die Sportanlagen vor. Besonderes Interesse fand das Drumherum der Heimspiele, es wurden Fragen zur baulichen Situation des Stadions zur Organisation, dem Medieninteresse, der Sicherheit und zur Fanszene gestellt.

Mehr Informationen dazu gab Simon Gottschling, der zusammen mit Lisa Schwarz  das Fanprojekt Meppen betreut. Seit 2014 läuft das vereinsunabhängige Projekt, getragen von der Stadt Meppen mit Unterstützung durch den Deutschen Fußballbund (DFB), der Deutschen Fußballliga (DFL), dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Emsland. Der Kreis fördert das Fanprojekt bis 2020 mit 22.500 Euro jährlich. Das Projekt baut schon lange gepflegte Zusammenarbeit zwischen Fans, Stadt, Landkreis und Polizei auf. Mit dem Aufstieg der Ersten Herrenmannschaft des SV Meppen in die Dritte Liga 2017 wurde das Projekt auf zwei Vollzeitstellen aufgestockt. "16.094 Kilometer beträgt die Fahrtstrecke bei der Begleitung der Fans zu allen Auswärtsspielen", sagte Gottschling.

Im Stadion und im Fanhaus an der Herzog-Arenberg-Straße gibt es Angebote rund um die Spiele und für die Fanszene. Zu den Schwerpunkten gehört die Jugendarbeit, erklärte Gottschling. Ansonsten sind die beiden Sozialpädagogen vorallem Vermittler zwischen Institutionen und den Fans. Seit dem 1. Juli trägt das Fanprojekt Meppen das Qualitätssiegel "Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit".

Dezernent Martin Gerenkamp stellte die Förderung des Projekts "InduS - Inklusion durch Sport" des Kreissportbundes mit den Partner Christophoruswerk Lingen, St.-Vitus-Werk Meppen und St.-Lukas-Heim Papenburg vor. Am Gesamtetat von 97.000 Euro will sich der Landkreis 2019 mit 45.000 Euro beteiligen. Ausschussmitglied Michael Koop (CDU), berichtete vom erfolgreichen Verlauf. 70 Vereine bieten 71 inklusive Sportangebote in 24 Sportarten für mehr als 650 Sportler. "Das Ziel sind 100 Vereine", sagte Koop. Der Erfolg der 2018 gestarteten "InduS Emslandliga" im Fußball, und der Teilnehmerrekord des fünften Sportivationstag mit 800 Kindern und Jugendlichen in diesem Jahr ließen dies als machbar erscheinen.

Ebenso positiv fiel der Bericht über das Jugendleistungszentrum (JLZ) Emsland aus. Gerenkamp nannte das Konzept als Förderstätte für eine Region bundesweit außergewöhnlich. Neu ist eine inhaltliche Kooperation mit Schalke 04, unter anderem für Fort- und Weiterbildungen. "Die Akzeptanz von Rhede bis Salzbergen hat Erfolge aufzuweisen", sagte Gerenkamp. Das JLZ habe den Aufschwung im Frauenfußball verstärkt und einen Impuls für die Spitzenvereine im Männerfußball gegeben, meint Michael Koop. Der Landkreis will die Einrichtung weiterhin mit 60.000 Euro pro Jahr fördern.

Der Ausschuss hat dem Kreistag empfohlen, die Richtlinien für die Förderung von Jugendgruppen und anerkannten Jugendgemeinschaften anzupassen sowie jährlichen Mehrausgaben in Höhe von 28.000 Euro zuzustimmen. Davon sollen die Organisatoren von Ferienfreizeiten, die offene Jugendarbeit sowie die Aus- und Fortbildung von Jugendleitern profitieren.


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