Melodiöse Akustik-Pop-Nummern Dry Dudes spielen vor ausverkauftem Haus in Meppen

Von Gerd Mecklenborg

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Vor ausverkauftem Haus begeisterten Dry Dudes ihre Fans im Meppener Café Koppelschleuse. Foto: Gerd MecklenborgVor ausverkauftem Haus begeisterten Dry Dudes ihre Fans im Meppener Café Koppelschleuse. Foto: Gerd Mecklenborg

Meppen. Erwin Holm aus Esterwegen und Patrick Schütte aus Surwold haben es als Pop-Duo Dry Dudes inzwischen zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Das haben sie bei ihrem Konzert im Meppener Café Koppelschleuse „mit Begeisterung festgestellt, denn das ist unser erstes ausverkauftes Konzert“, freuten sich die beiden jungen Musiker.

Zu den Stammgästen des Meppener Musik-Cafés gesellten sich viele neue, junge Gesichter „die meisten davon weiblich“, stellte ein Stammgast amüsiert fest. Kein Wunder, denn auch in Meppen begeisterten die beiden Nordemsländer mit ihrer gefühlvollen, handgemachten Musik. Bekannt geworden sind die Newcomer dadurch, dass sie beim „Supertalent 2018“ vor einem Millionenpublikum mit ihrem Song „Orange House“ sogar den immer kritischen Dieter Bohlen begeistern konnten.

Inspiriert wird das Duo eindeutig vom britischen Songwriter Ed Sheeran. Zuhörer des etwas älteren Semesters zogen aber auch Vergleiche zu Tracy Chapman. Doch nun zu den beiden Musikern: Sänger Erwin Holm verfügt über eine sehr einschmeichelnde, nuancenreiche Gesangsstimme, Patrick Schütte ist ein guter Akustik-Gitarrist mit feinem Fingerpicking. Das passte zu ihren Songs, meistens aus eigener Feder, die sie den Konzertbesuchern in Meppen vorspielten.

Romantisch und atmosphärisch

Oft schwelgen die Lieder in Schwermut, aber auch in lustig fröhlicher Nostalgie, dabei sind die Jungs grade mal Anfang 20. Auf ihrer Setlist hatten sie viele Songs von ihren beiden Alben, überraschten aber auch mit cool gecoverten Versionen von Genre-Welthits. Die live vorgetragenen Tracks aus ihrem Debütalbum „Fairytale“ und dem Nachfolger „Memories“ waren durchweg melodiöse Akustik-Pop-Nummern, die sich hinter internationaler Konkurrenz nicht verstecken brauchen.

Die englischen Texte kamen alle gut verständlich rüber und erzählten von Erinnerungen, Liebe und Sehnsucht der jungen Barden. Mal romantisch, sehr atmosphärisch, wie bei „Sunset“, dann in Form von melodiösen Balladen wie „Changes“ oder rasant schnell, beim zungenbrecherischen „95“. Und die Dry Dudes verstanden es auch immer wieder das Auditorium zum Mitsingen zu motivieren. Das gelang bei „Last Night“ mit einem volltönenden, variantenreichen, sich exzessiv steigernden „Yeah, Yeah“. Natürlich durfte „Orange House“ nicht fehlen, mit diesem wirklich tollen Stück schickte das Duo seine Fans in die Pause.

Uraufführung

Im zweiten Set gab es sogar eine Uraufführung, denn erstmals wurde die neue Single der Dry Dudes live gespielt, dafür hatten die Jungs extra ein Piano ins Café Koppelschleuse geschleppt. „Bitte nicht mitfilmen“, bat dann auch Patrick Schütte, „denn der Song ist noch nicht der Gema gemeldet und könnte ja so geklaut werden“, sagte er schmunzelnd. Laute „Zugabe, Zugabe“ Rufe wurden natürlich erhört, und danach gab es Autogramme für die Fans.


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