Hilfsangebote in Meppen vorgestellt „Eltern verstorbener Kinder an die Hand nehmen“

Von Bianca Meyering

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Die Gesprächspartner an diesem Abend v.l.: Dr. Manfred Johnscher (Bonifatius Hospital Lingen), Heike Veen (SKF Meppen), Waltraud Wolbert (donum vitae Emsland e.V. Lingen), Bärbel Wempe (Ludmillenstift Meppen), Lydia Egelkamp (Frauenseelsorge), Susanne Klaußner (Hospiz-Hilfe Meppen), Beate Grüterich (EFLE Nordhorn), Alwine Röckener und Uli Michel. Foto: MeyeringDie Gesprächspartner an diesem Abend v.l.: Dr. Manfred Johnscher (Bonifatius Hospital Lingen), Heike Veen (SKF Meppen), Waltraud Wolbert (donum vitae Emsland e.V. Lingen), Bärbel Wempe (Ludmillenstift Meppen), Lydia Egelkamp (Frauenseelsorge), Susanne Klaußner (Hospiz-Hilfe Meppen), Beate Grüterich (EFLE Nordhorn), Alwine Röckener und Uli Michel. Foto: Meyering

bmg Meppen. Mehrere Hilfsangebote aus Emsland und der Grafschaft Bentheim haben ihre Arbeit vorgestellt. Sie kümmern sich um Menschen, die den Verlust eines Kindes erlitten haben.

Lydia Egelkamp, Frauenseelsorgerin Bischöfliches Generalvikariat Osnabrück und Mitorganisatorin freute sich über etwa 60 Gäste, die in die Aula des Gymnasiums Marianum gekommen waren. In ihrem Impulsvortrag brachte Uli Michel, Hebamme, Sterbeamme und Trauma-Fachberaterin, es auf den Punkt: „Nicht nur die erste emotionale Hilfe ist wichtig, sondern auch eine gute Begleitung und Unterstützung in der Zeit danach.“ Schließlich brauche das Verarbeiten von Tod und Trauer Zeit und unterschiedliche Wege. Dabei gebe es keinen richtigen Satz, der das Leid in Worte fasse. „Vielmehr ist es wichtig, Eltern an die Hand zu nehmen und die zahlreichen Hilfeangebote, die es für Betroffenen gibt, aufzuzeigen.“

So sei das Entwickeln von Ideen und das Finden von kreativen Lösungen maßgeblich. Diese Arbeit fordere den Mut, sich auf schwere und innige Momente einzulassen. Die Team-Arbeit sei dabei entscheidend, sagte Michel. Da in derartigen Situationen nur stabile Menschen helfen könnten, sollte jeder selber Ressourcen haben, in denen Kraft für diese Arbeit geschöpft werden könne. „Es heißt ja nicht umsonst, geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Daher sei der 2. Dezember eines jeden Jahres der Welt-Gedenktag für alle verstorbenen Kinder. Ziel sei das Anzünden einer Kerze um 19 Uhr an diesem Tag, um auf diese Weise ein Lichterband um die Welt zu schicken.

Infoinseln

Nach diesem Vortrag hatten die Anwesenden die Möglichkeit, sich an Infoinseln über verschiedene Unterstützerinnen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim zu informieren.

In einer Abschlussrunde konnten dann von allen Anwesenden noch weitere Wünsche und Anregungen angesprochen werden. Unter anderem soll die Vernetzung der Hilfsangebote weiter in den Blick genommen werden und die Vernetzung betroffener Eltern und Familie erfolgen. Auch eine Vernetzung der verschiedenen Angebote durch eine gemeinsame Homepage oder zentrale Hotline wurde angeregt. Die Gründung eines Trauerzentrums für das Emsland oder explizite Angebote für trauernde Männer standen ebenso auf der Wunschliste, wie gezielte Angebote für traumatisierte Menschen.

Viel Arbeit steht damit der Vorbereitungsgruppe mit Lydia Egelkamp, Gisela Bolmer (keb Emsland-Süd), Petra Brinkers (Familienpastoral Bistum Osnabrück), Sabine Kuper (Kirche in Meppen), Alwine Röckener (Gemeindereferentin Lingen) und Hanne Büker (Krankenhausseelsorge Lingen) bevor und die nächsten Treffen sind schon in Planung.


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