Viel Arbeit rund ums Wasser Meppener Stadtwerke blicken auf 2018 zurück

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Der heiße Sommer 2018 zog einen hohen Wasserverbrauch nach sich - auch in Meppen. Symbolfoto: dpa/Lino MirgelerDer heiße Sommer 2018 zog einen hohen Wasserverbrauch nach sich - auch in Meppen. Symbolfoto: dpa/Lino Mirgeler

Meppen. Der Betriebsausschuss der Stadt Meppen hat in seiner jüngsten Sitzung auf das Wirtschaftsjahr 2018 der Stadtwerke zurückgeblickt. Im Fokus standen dabei unter anderem die Folgen des trockenen Sommers.

1,518 Millionen Kubikmeter Rohwasser (also vor Reinigung und Aufbereitung) haben die Stadtwerke Meppen laut vorläufigem Ergebnis in diesem Jahr gefördert und bezogen. Das waren 70.000 Kubikmeter mehr als noch 2017. Beim Reinwasser waren es 1,496 Millionen Kubikmeter, was im Jahresvergleich einem Anstieg um 86.000 Kubikmeter entspricht. Maßgeblich dazu beigetragen hat nach Worten von Betriebsleiterin Mechthild Wessels der „Super-Sommer“. Der monatliche Spitzenwert wurde im Juli mit 144.447 Kubikmeter Reinwasser gemessen, wohingegen es im Februar lediglich 108.331 Kubikmeter waren.

Förderung der Rohwassermengen der Stadtwerke Meppen (in m³). Quelle: Stadt Meppen; Grafik: NOZ / Heiner Wittwer


Die Hitzewelle und die damit verbundene Trockenheit hatte auch Auswirkungen auf die Arbeit des Baubetriebshofs, wie Manfred Krause dem Betriebsausschuss berichtete. „Die Bewässerung der Bepflanzungen im Stadtgebiet stellte eine große Herausforderung dar“, sagte er. Bis zu 500 Jungbäume als Neuanpflanzung der vergangenen drei Jahre seien täglich gewässert worden. Dafür standen ein Lkw sowie ein Schlepper mit einem 7000-Liter-Tank und einem 500-Liter-Wasserfass parat. Die Baubetriebshof-Mitarbeiter starteten ihre Tour morgens um 6 Uhr, um die Bewässerung bis zum Mittag abschließen zu können.

Pufferspeicher installiert

Gewissermaßen das Kontrastprogramm zu jener Zeit der Dürre hatten zuvor Starkregen-Ereignisse wie am 1. Juni 2018 geliefert. Als Reaktion installierte der Baubetriebshof neue Rigolen, das sind Pufferspeicher, um Regenwasser aufzunehmen und zu versickern. Diese Arbeiten geschahen an der Dammstraße und der Josefstraße in Meppen-Neustadt sowie in der Dürerstraße im Gebiet Helter Damm. 

Starkregen und seine Folgen: Viel Wasser hatte sich am 1. Juni 2018 auf dem Hagebuttenweg in Meppen gesammelt. Archivfoto: Manfred Fickers


Daneben standen Anpflanzungen auf der Aufgabenliste des Baubetriebshofs. Laut Bericht wurden rund 9500 Wildgehölze im Zuge des Wegeseitenraumprogramms in mehreren Ortsteilen angepflanzt, außerdem unter anderem 250 Allee- und Obstbäume, 2000 Wildgehölze, 850 Heckenpflanzen und 350 Ziergehölze. Krause erinnerte zudem an den starken Baumbefall durch die für den Menschen gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners: Im Stadtgebiet waren rund 320 Standorte betroffen; Raupen und Nester wurden von einem externen Unternehmen entfernt. Mit einem deutlichen Rückgang oder gar dem Ausbleiben der Population dieser Schmetterlingsart sei in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.

Beim Blick auf den Arbeitsbereich Parken stellten die Stadtwerke einen Betrieb ohne nennenswerte Störungen bei den zu Jahresbeginn 990 beschrankten Stellplätzen sowie 343 Stellplätzen auf Parkplätzen mit Automaten fest. Wegen Bauarbeiten fiel der Parkplatz Kuhstraße mit elf Stellplätzen ab April weg, der Parkplatz Bahnhofstraße mit 18 Stellplätzen ab August. Somit werden aktuell 1304 Stellplätze durch die Stadtwerke bewirtschaftet.

„Sternstunde kommt noch“

Marlies Gruber (CDU) erkundigte sich nach der Resonanz auf das Parkangebot in der MEP-Tiefgarage: „Am Wochenende sieht es gut aus, in der Woche lässt es zu wünschen übrig“, so ihr Eindruck. Mechthild Wessels antwortete, hier hofften die Stadtwerke, „dass unsere Sternstunde noch kommt“, sobald die Stellplätze auf Püntkers Patt und am alten Emshafen wegen der Bauvorhaben wegfielen. „Im Zuge der Baumaßnahmen wird sich die Park-Landschaft verändern“, prognostizierte sie. Zu den technischen Erneuerungen und Instandsetzungen zählte das Kürzen der Rampenwände auf dem Oberdeck des Parkhauses Domhof, womit das Befahren und Verlassen des Decks erleichtert werden soll.

Eine Neuerung brachte 2018 für die Stadtwerke mit der Übernahme der Verbrauchsabrechnung von Wasser und Abwasser, für die zuvor Innogy verantwortlich war. Laut Wessels ist das Projekt gut angelaufen. Anfang Dezember werden rund 11 300 Ablesekarten für die Selbstablesung der Wasserzähler an die Haushalte verschickt.


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