Stammtisch Wirtschaftsverband und Stadt Meppen wollen eng zusammenarbeiten

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Wirtschaftsverband und Stadt Meppen wollen bei der Wirtschaftsförderung eng zusammenarbeiten. Das Bild zeigt (v.l.) Helmut Knurbein, Alexander Kassner und Ulrich Boll. Foto: WirtschaftsverbandWirtschaftsverband und Stadt Meppen wollen bei der Wirtschaftsförderung eng zusammenarbeiten. Das Bild zeigt (v.l.) Helmut Knurbein, Alexander Kassner und Ulrich Boll. Foto: Wirtschaftsverband

Meppen. Wie stellt sich der Wirtschaftsstandort Meppen dar und wie kann dieser in Zukunft noch attraktiver gestaltet werden? Das waren die Themen, über die 20 Unternehmer des Stammtisches Meppen des Wirtschaftsverbandes Emsland mit dem neuen Wirtschaftsförderer der Stadt Meppen, Alexander Kassner, sowie mit Bürgermeister Helmut Knurbein diskutierten.

„Die Stadt Meppen ist seit 1990 stetig gegen den Bundestrend gewachsen“, stellte Kassner fest, der seit dem ersten Juni die Stelle des Wirtschaftsförderers innehat. Allein der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hätte sich von 10000 auf 20000 verdoppelt. Derzeit leben 35900 Menschen in der Kreisstadt.

Er verwies auch auf die guten Standortfaktoren für die Wirtschaft, wie zum Beispiel die gute Infrastruktur und die Verkehrsanbindungen aber auch auf die geringen Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer. „Die Standortumfrage der IHK hat ergeben, dass 90 Prozent der Unternehmer zufrieden mit den Standortbedingungen sind“, sagt Kassner. Weniger zufrieden seien die Unternehmen unter anderem mit der Internetversorgung. „Wir haben einen ganzen Katalog von Maßnahmen entworfen, um die Standortattraktivität weiter zu verbessern“, stellt Bürgermeister Helmut Knurbein in Aussicht.

Eurohafen Emsland

Neben den Erweiterungen der Gewerbegebiete, wie zum Beispiel am Eurohafen Emsland, setzte sich die Stadt auch für den schnellen Ausbau der Datenleitungen ein. Dennoch sehen die Verantwortlichen bei der Stadt auch das Problem des Fachkräftemangels bei den Unternehmen der Kreisstadt. „Vor allem mangelt es an bezahlbarem Wohnraum für potenzielle Mitarbeiter, die nach Meppen ziehen wollen“, beschreibt Ulrich Boll, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Emsland und Unternehmenschef der Spedition Boll, die Situation.

Attraktivität der Stadt

Mittlerweile müssten Unternehmen für die zuwandernde Fachkraft immer öfter eine Wohnung organisieren. Auch hier sieht der Bürgermeister Handlungsbedarf. So würden zum Beispiel im kommenden Jahr die Baugebiete an der Kuhweide und am alten Stadion mit 90 Bauplätzen ausgeschrieben. „Auch im sozialen Wohnungsbau wird in zwei Jahren viel passiert sein“, stellt Knurbein in Aussicht. Hier sei man mit einem Wohnbauversorgungskonzept im Gespräch mit der NBank. Mit weiteren Maßnahmen möchte der Bürgermeister aber auch die Attraktivität der Stadt in den Bereichen Kultur und Freizeit erhöhen.

Hier nannte er die neue Konzertveranstaltung in der Hänsch-Arena, die Überdachung der Freilichtbühne, die Neugestaltung des Campingplatzes und das neue Museum an der Koppelschleuse. „Neben den Faktoren, wie bezahlbarer Wohnraum, werden insbesondere die weichen Faktoren bei der Akquise von Fachkräften immer wichtiger“, ist Boll überzeugt. Daher begrüße er die Vereinbarung, dass die Stadt Meppen und der Wirtschaftsverband Emsland auch in Zukunft eng zusammenarbeiten.


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