Was der Frieden bedeutet Reservisten aus Borken reisen durch Belgien

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Die Reservistenkameradschaft Borken vor dem Parlamentarium in Brüssel. Foto: RK BorkenDie Reservistenkameradschaft Borken vor dem Parlamentarium in Brüssel. Foto: RK Borken

Meppen. Mit der Geschichte Belgiens hat sich die Reservistenkameradschaft Borken bei ihrer Reise durch das Nachbarland befasst.

Wenn sich eine Reservistenkameradschaft auf dem Weg nach Brüssel macht, denken viele an das EU-Parlament und die NATO. Den Reservisten ging es bei der Reise zum 50-jährigen Vereinsjubiläum um die bedeutende Rolle Belgiens in der europäischen Friedensgeschichte.

Bei Waterloo südlich von Brüssel war 1815 die Schlacht, in der sich Deutsche, Niederländer und Briten vereinten, um im Kampf gegen Napoleon I., Kaiser der Franzosen, den Frieden für ganz Europa zu sichern. Auf die Gründung des Deutschen Reichs 1871 folgten zwei Weltkriege, in denen Belgien Kriegsschauplatz war. „Brüssel war und ist daher auch der beste Ort, um den Neuanfang Europas zu besiegeln und zu sichern“, heißt es im Reisebericht der RK-Borken.

Es sei bei der Reise darum gegangen, sich bewusst zu machen, was Krieg zerstört und was Frieden wachsen lässt. „Reservisten sind Veteranen, eine Gruppe von Bürger unseres Landes, die zu oft vergessen wird. Dabei sind es die Veteranen, die nicht nur gesehen haben, was Krieg bedeutet, sie haben es gespürt, in Angst, Schmerz und Verlust. Welch ein Reichtum, und das nicht nur materiell, Frieden bedeutet, können eben diese Veteranen wohl mit am besten beschreiben“, heißt es weiter im Bericht. Der Reservistenverband biete die Möglichkeit, solche Reisen zu machen, und sich fortwährend auszutauschen.

Reservisten stehen jedes Jahr bei der Kriegsgräberpflege und Gedenkveranstaltungen an den Gräbern der Gefallenen, sie mahnen und erhalten das Andenken all dieser Opfer aufrecht, ehrenamtlich. Es finden Vorträge zur Geschichte Deutschlands, zur aktuellen Lage, zum Stand und Auftrag der Bundeswehr statt, immer mit dem Ziel, die Opfer zu ehren und den Frieden zu sichern. „Wir sahen es somit als Verpflichtung auf dieser Fahrt an, uns das so lebendig wie möglich ins Bewusstsein zu rufen.“

Die virtuelle Reise im Museum bei Waterloo in das Geschehen der Schlacht, zeigte, warum man alles für den Frieden und ein friedvolles Zusammenleben aller Völker aufbringen sollte, meinen die Reservisten. Die Reisegruppe besuchte das Parlamentarium in Brüssel. Hier wurde verständlich, welch einzigartige Errungenschaft die EU ist, weil eindrucksvoll gezeigt wird, wie man Völker, Interessen und Religionen vereinen kann. „Wir haben offene Grenzen, einen freien Markt und eine gemeinsame Währung. Aber nichts ist so wertvoll wie der gemeinsame Frieden.“


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