Schulkantinen im Vergleich Mensa-Essen im mittleren Emsland günstiger als im Bundesschnitt

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Beim Mensa-Essen an den Schulen im mittleren Emsland gibt es bei allen Unterschieden gewisse Gemeinsamkeiten. So sind die Mahlzeiten günstiger als der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung berechnete Bundesschnitt von 3,50 Euro. Foto: dpaBeim Mensa-Essen an den Schulen im mittleren Emsland gibt es bei allen Unterschieden gewisse Gemeinsamkeiten. So sind die Mahlzeiten günstiger als der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung berechnete Bundesschnitt von 3,50 Euro. Foto: dpa

Meppen. Lässt die Vielfalt des Mittagessens an Schulen zu wünschen übrig? Wird dort ausreichend auf gesunde Ernährung geachtet? Und wie viel kostet eine Mahlzeit je nach Mensa? Unsere Redaktion hat sich im mittleren Emsland umgesehen und Beispiele gesammelt.

Kinder essen in deutschen Schulen noch immer zu ungesund: Das hat jüngst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in einer Studie festgestellt, die vom Bundesernährungsministerium in Auftrag gegeben worden war. Dabei müsse ein gesundes Schulessen nicht teurer sein, erklärte Ministerin Julia Klöckner (CDU) mit Blick auf die Studie und die Standards der DGE. Diese sehen beispielsweise vor, dass täglich Gemüse auf den Teller kommen sollte, Fleisch dagegen höchstens zweimal pro Woche.

Nach Veröffentlichung der Studie hatten Eltern, Lehrer und Politiker in Niedersachsen das Schulessen bemängelt. Kritik geübt wurde an zu geringer Auswahl, an oft unausgewogenem Essen, an zu hohen Kosten. Der DGE-Studie zufolge zahlen Schüler beziehungsweise deren Eltern im Durchschnitt 3,50 Euro pro Schulmahlzeit. Eine Summe, die an den Schulen im mittleren Emsland unterschritten wird: Am Schulzentrum Haren sind es drei Euro pro Essen, ebenso wie an der Haselünner Paulusschule. Wer am Schulzentrum Hasetal in Herzlake zu Mittag isst, zahlt laut Homepage 2,80 Euro; an der Kardinal-von-Galen-Schule in Meppen werden drei Euro berechnet.

Frisch zubereitet

Am Windthorst-Gymnasium Meppen kostet das Mittagessen ebenso wie am Gymnasium Marianum 3,20 Euro. Für den Mensabetrieb sowie den Verkauf von Snacks und belegten Brötchen zeichnen hier wie dort Pächterin Daniela Dreier und ihr Team verantwortlich.

"In beiden Schulen gibt es eine Küche, in der das Essen frisch zubereitet wird", sagt Dreier. "Die Schüler können sich zwischen einem Menü und einem Salat entscheiden. Gemüse als Menü-Beilage gibt es jeden Tag - und wenn nicht, dann einen Beilagensalat." Dabei lege man Wert auf Ausgewogenheit; mindestens ein Tag pro Woche sei fleischlos. Für Allergiker würden Hinweise zu Inhaltsstoffen der Speisen ausgehängt, "und das Personal ist geschult und gibt Auskunft", so Dreier.

Vegetarische Optionen

Fleischlose Alternativen weist auch der Speiseplan des Schulzentrums Haren auf: Jeweils dienstags und donnerstags wird neben dem üblichen Menü ein weiteres, vegetarisches angeboten. Die Mensa des Kreisgymnasiums Haselünne wird von der Event & Food Company aus Lingen bewirtet. Wählen können die Schüler hier zwischen zwei Menüs, eines davon fleischlos, und dem Salatteller des Tages.

Ein Blick auf das täglich zwei Menüs umfassende Mensa-Angebot der Geschwister-Scholl-Schule Geeste zeigt, dass hier ein Spagat versucht wird zwischen als gesund geltenden Mahlzeiten und solchen, die eher zu den Fast-Food-Klassikern zählen: In der übernächsten Woche gibt es am Donnerstag Hamburger und Pommes, am Tag zuvor wiederum Blumenkohl-Kartoffelrösti. Jedes Menü kostet an der Oberschule 2,50 Euro; durch einen Zuschuss zahlen Schüler aus einkommensschwachen Familien nur einen Euro. "Zu jedem Essen kann man sich selber einen frischen Salat zusammenstellen und es gibt regelmäßig ein Angebot an frischen Obstsorten als Nachtisch", teilte Maren Sostmann von der Gemeinde Geeste auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Regionaler Bezug

An der Oberschule Twist - Schule am See stehen zwei Menüs zu je 2,70 Euro zur Auswahl, eines davon ist ein Salatteller und damit die vegetarische Option. "Es wird komplett frisch gekocht, wobei wir die Zutaten regional beziehen", sagte Schulleiterin Roswitha Rengers. Mensakraft Claudia Joostberends engagiert sich zudem bei der Pausenverpflegung und unterstützt die Schülerfirma „Snack Eck“ bei der Planung und der Organisation.

Von den 360 Schülern der Oberschule essen nach Einschätzung von Rengers "im Schnitt 40 bis 50 Schüler" täglich in der Mensa. Das war nicht immer so: Vor einigen Jahren, als lediglich Fertiggerichte aufgewärmt wurden, war die Zahl auf unter zehn gerutscht. Mit der aktuellen Mensakraft, die von der Gemeinde als Schulträger finanziert wird, änderte sich das: "Da sind wir sehr zufrieden", so die Schulleiterin.


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