Nach Brand auf der WTD 91 Grüne fordern mehr Engagement fürs Moor

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Angesichts des Moorbrandes auf dem Gelände der WTD 91 drängen die Grünen auf mehr Engagement im Klimaschutz.  Archivfoto: Tobias BöckermannAngesichts des Moorbrandes auf dem Gelände der WTD 91 drängen die Grünen auf mehr Engagement im Klimaschutz. Archivfoto: Tobias Böckermann

Meppen/Berlin. Angesichts des Moorbrandes auf dem Gelände der WTD 91 drängen die Grünen auf mehr Engagement im Klimaschutz. Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage geht allerdings hervor, dass noch nicht klar ist, wie viel klimaschädliches CO2 durch den Brand freigesetzt worden ist.

Umweltorganisationen und auch die Grünen gehen bislang davon aus, dass 1,2 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid freigesetzt worden sein sollen. Allerdings beruhte diese Zahl stets auf Schätzungen, weshalb die Bundestagsabgeordnete der Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik von Bündnis 90/Die Grünen, eine Anfrage an das Bundesumweltministerium gerichtet hat. Sie wollte wissen, wie man gedenke, dieses zusätzliche CO2 zu kompensieren.

Das Ministerium stellte aber klar, dass die Menge des freigesetzten CO2 auf Grundlage erhobener oder noch zu erhebender Daten erst noch berechnet werden muss. Grundsätzlich gehöre der Schutz der Moore als natürliche CO2-Senke aber zum Klimaschutzkonzept, das 2019 verabschiedet werden solle.

Lisa Badum kritisiert: „Das Verteidigungsministerium hat der brachliegenden Klimapolitik der Bundesregierung einen weiteren Bärendienst erwiesen.“ Sie bleibt bei der Annahme, dass 1,2 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt wurden, weil die Bundeswehr eine „große norddeutsche CO2-Senke in Brand geschossen“ habe. Angesichts von 905 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr in ganz Deutschland sei das „schon ein riesiger Batzen“.

Die lediglich eine Million Tonnen Treibhausgas, die nach dem neuesten Entwurf des Klimaschutzberichtes 2018 der Bundesregierung gegenüber dem Bericht von 2017 weniger ausgestoßen werden sollten, würden allein schon durch den Moorbrand im Emsland wieder „aufgefressen“.

„Das Moor muss dringend, wie auch andere Moore renaturiert werden, und die Bundeswehr vollumfänglich für den entstandenen Schaden aufkommen.“


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