Rückkehr mit Sound der Nacht Razz spielen beim Kleinstadtfest 2019 in Meppen

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Zurück ins Emsland: Ein Wiedersehen mit dem Publikum in ihrer Heimat gibt es für die Indierockband Razz (von links: Lukas Bruns, Christian Knippen, Niklas Keiser und Steffen Pott) am 27. Juli 2019 beim Kleinstadtfestival. Foto: Nils LucasZurück ins Emsland: Ein Wiedersehen mit dem Publikum in ihrer Heimat gibt es für die Indierockband Razz (von links: Lukas Bruns, Christian Knippen, Niklas Keiser und Steffen Pott) am 27. Juli 2019 beim Kleinstadtfestival. Foto: Nils Lucas

Meppen. Das Meppener Kleinstadtfest wächst und wird zum Kleinstadtfestival. Nach Verkünden des Termins (27. Juli 2019) geben das Jam und die Kleinstadtkinder als Organisatoren jetzt nach und nach die ersten Acts bekannt. Den Anfang machen sie mit Razz.

Ausgedehnte Tourneen durch Deutschland (in diesem Jahr auch mit Abstechern nach Großbritannien). Etliche Dutzend Konzerte, als Vorgruppe für Mando Diao und Kraftklub, überwiegend aber als Hauptact. Festivalgigs bei Hurricane, Lollapalooza, Rock am Ring und anderen namhaften Ereignissen dieser Art. Zwischendurch mehrere TV-Auftritte.

So trocken diese Fakten-Aufzählung zunächst anmuten mag, illustriert sie dennoch in kompakter Form die Entwicklung, die Razz in den vergangenen sechs Jahren vollzogen haben. Seit den Anfängen 2012 als Schülerband aus Schöninghsdorf und Wesuwe hat sich das Indierock-Quartett zur zweifellos überregional bekanntesten Formation des Emslands emporgespielt. Der letzte Auftritt von Sänger und Gitarrist Niklas Keiser, Gitarrist Christian Knippen, Bassist Lukas Bruns und Schlagzeuger Steffen Pott in der hiesigen Region ist allerdings schon eine Weile her: Im April 2016 gastierten sie als Headliner beim RüRo-Indoor-Festival im Saal Kamp in Meppen.

Als Headliner bestritten Razz mit Frontmann Niklas Keiser Ende April 2016 das Band-Finale von RüRo Indoor im Meppener Saal Kamp. Archivfoto: Werner Scholz Foto © Picturepower / Scholz


Fans aus dem Emsland, die sich nicht gerade auf Achse begeben haben, um Razz in Berlin, Hamburg, Bremen oder Köln zu sehen, werden beim Kleinstadtfest 2019 auf dem Freibadgelände am Jam somit Gelegenheit haben, die Songs des aktuellen Albums „Nocturnal“ erstmals live zu erleben. Es erschien im September 2017, zwei Jahre nach dem Debüt „With Your Hands We‘ll Conquer“.

Zum Einspielen des zweiten Albums, das von Pop-Philosophen oft als das schwierigste beschrieben wird (wegen steigender Erwartungshaltung, des Drucks zur Weiterentwicklung und so weiter), taten sich Razz mit niemand Geringerem als Stephen Street zusammen. Der Brite gilt als einer der einflussreichsten Produzenten auf dem Sektor des Gitarren- und Indiepops. Unter anderem begleitete er Blur bei den Aufnahmen ihrer ersten fünf Alben und war mit den Smiths im Studio, als diese ihre Meilensteine „Meat Is Murder“ und „The Queen Is Dead“ kreierten.

Der jüngste Razz-Auftritt in der näheren Umgebung des Emslands datiert vom 7. September 2018, als die Band beim Haste Open Air spielte. Archivfoto: Elvira Parton


„Wir haben uns auf jeden Fall mehr Gedanken über Sounds und auch über die Texte gemacht“, sagt Niklas Keiser über die Albumproduktion. Der in der Anfangszeit mit Songs wie „Youth And Enjoyment“ geschmiedete Razz-Sound wurde im Kern beibehalten, das musikalische Spektrum trotzdem erweitert. So gibt es mehr elektronische Passagen, eine Reihe langsamerer, atmosphärischer Songs. Die erste Single „Paralysed“ behandelt Zweifel und zwischenzeitliche Versagensängste. Episoden, aus denen letztlich kreative Energie gezogen wurde. Auch der Titel „Nocturnal“ verdankt sich dieser Phase, es ist also ein Album der Nacht, keines des Tages.

Der Kartenvorverkauf für das Kleinstadtfestival startet am 15. November. Info unter www.jam-meppen.de.


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