Stadt will besser Potenziale nutzen Umfrage unter den Fans in der Meppener Hänsch-Arena

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Die Stadt will wissen, inwieweit sich der Aufstieg des SV Meppen auch für die hiesige Wirtschaft auszahlt. Foto: Werner Scholz/Grafik: Heiner WittwerDie Stadt will wissen, inwieweit sich der Aufstieg des SV Meppen auch für die hiesige Wirtschaft auszahlt. Foto: Werner Scholz/Grafik: Heiner Wittwer

Meppen . Insgesamt rund vier Millionen Euro haben Stadt Meppen und Landkreis Emsland seit dem Aufstieg des SV Meppen 2017 in den Ausbau der Hänsch-Arena investiert. Jetzt soll eine Gästebefragung aufzeigen, inwieweit die Region im Gegenzug profitiert.

Meppens Wirtschaftsförderer Alexander Kassner stellte dem Ausschuss für Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Kultur jetzt die geplante Gästebefragung beim SV Meppen vor. Die Stadt wolle ermitteln, welche Auswirkungen die oft gut besuchte Arena haben. Die Befragung soll im Zeitraum vom Dezember bis zum Mai 2019 stattfinden. Die Stadt möchte gerne in Erfahrung bringen, wo die Fans herkommen, warum sie das Drittliga-spiel besuchen und wie viel Geld sie dafür ausgeben. Hierzu gehören auch Ausgaben außerhalb des Stadions wie zum Beispiel Übernachtungen. "Wir wollen die Chancen und Potenziale des Profifußballbetriebes nutzen und optimieren", sagte der Wirtschaftsförderer. Von den Ergebnissen könnten auch der Einzelhandel und die Gastronomie profitieren.

Auch Online möglich

Die Federführung der Aktion liegt bei der Wirtschaftsförderung und dem SV Meppen. Unterstützt werden sie dabei von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Nach Angaben von Kassner fanden ähnliche Befragungen bereits in Osnabrück und Lotte statt. 

Die IHK werde einen Fragebogen erstellen, der ab Dezember online beantwortet werden kann. Bei den letzten fünf Heimspielen in der Saison 2018/19 werden dann Schüler des Gymnasiums Marianum die Fußballanhänger direkt im Stadion befragen.  "Wir wollen auf diesem Weg insgesamt rund 1000 Menschen erreichen", sagte Kassner.

Kosten von 10.000 Euro

Die Stadt Meppen plant im kommenden Jahr jedoch zusätzlich eine Umfrage unter ihren insgesamt 2000 Betrieben. "Wir wollen von den Firmen wissen, wo der Schuh drückt", sagte Kassner. Der Wirtschaftsförderer und sein Team wollen ihre zukünftige Arbeiten stärken an den Bedürfnissen der Betriebe ausrichten. Er versprach weiter: "Zukünftig soll eine Unternehmensbefragung in regelmäßigen Abständen stattfinden." Die Kosten belaufen sich auf 10.000 Euro. Grundsätzlich kann jede Firma online an der Umrage teilnehmen. Zudem würden 500 der 2000 Betriebe gezielt angeschrieben. Erster Stadtrat  Bernd Ostermann ergänzte, dass die letzte Umfrage "mindestens zehn Jahr her ist". Auf Anregung des SPD-Ratsherrn Johannes Hessel will die Stadt zudem die Firmen befragen, die in den vergangenen zwei Jahren den Wirtschaftsstandort Meppen verlassen haben. 

Glasfaserausbau in der Kritik

Unterdessen führte die IHK bereits eine Umfrage zur Zufriedenheit der regionalen Wirtschaft im Mai 2018 durch. Befragt wurden dabei insgesamt 9000 Betreibe in 47 Städten. 2000 Unternehmen beteiligten sich. Aus Meppen beantworteten 54 Firmen die Fragen. Dabei zeigte sich laut Kassner, dass 90 Prozent der Meppener Firmen mit der Gesamtsituation zufrieden sind, auf Bezirksebene liege dieser Vergleichswert bei rund 80 Prozent. Zu den Kritikpunkten in Meppen gehört immer noch der mangelnde Glasfaserausbau. Kassner ergänzte, dass dieses Problem bis Ende 2020 behoben sei. Bis dahin sollen alle emsländischen Gewerbegebiete einen Anschluss erhalten. Sorgen bereiten vielen Unternehmen der Fachkräftemangel. Zudem wünschen sich die Firmen eine  bessere Imagewerbung für Meppen. Sehr gute Bewertungen erhält die Kreisstadt für ihr Freizeit- und Kulturangebot sowie für ihre Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten.

Unterstützen will der Wirtschaftsförderer Meppener Firmen bei der Suche nach Fachkräften. So nimmt die Stadt erstmals an der Jobmesse Emsland am 25. und 26. Mai 2019 teil. Hier können Meppener Firmen ihre Jobangebote über das Portal der Stadt bewerben.

Rathauskirmes ein Erfolg

Eine durchweg positive Bilanz hat Ansgar Limbeck vom Stadtmarketingverein WiM (Wir in Meppen) zur Rathauskirmes gezogen. Diese habe in der Zeit vom 19. bis 22. Oktober in der Stadtmitte stattgefunden und "großen Anklang" gefunden. Allein im Bereich der Hasestraße seien an einer digitalen Zählstelle nur in einer Richtung an den vier Tagen 75.000 Menschen registriert worden und damit 5000 mehr als vor einem Jahr. Sein Fazit: "Die Rathauskirmes funktioniert, und der Einzelhandel ist sehr gut zufrieden."

Attraktiver Weihnachtsmarkt

Ein ähnliches Resultat erhofft er sich vom bevorstehenden Weihnachtsmarkt. Dabei werde dieser noch attraktiver. So würden Eislaufbahn und Buden zusätzlich mit Lichterketten illuminiert. Auf der Eislaufbahn selbst sind diverse Programmpunkte vorgesehen. Weiterhin können die Besucher die Meppener Innenstadt im Modell als Winterlandschaft bewundern. Zudem wirbt WiM mit einem Gutschein in Höhe von 9,90 Euro. Dafür gibt es Karusselfahrkarten, Waren  nd Getränke im Wert von 22,90 Euro. 







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