Baustart im Frühjahr 2019 Zwei Meppener Museen zukünftig unter einem Dach

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Teil des Gartens an der Koppelschleuse mit dem großzügigen Anbau des Museums in Meppen geopfert werden. Foto: Hermann-Josef MammesTeil des Gartens an der Koppelschleuse mit dem großzügigen Anbau des Museums in Meppen geopfert werden. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen . Das neue Meppener Museum unter einem gemeinsamen Dach am Standort an der Koppelschleuse nimmt immer konkretere Konturen an. Baubeginn des Großvorhabens soll im Frühjahr 2019 sein. Die Bauzeit soll ein Jahr betragen.

Im Ausschuss für Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Kultur der Stadt sagte Bürgermeister Helmut Knurbein: "Seit Jahren gibt es Überlegungen zur Zukunft des Stadtmuseums in der alten Rentei." Dabei besitze das historische Gebäude nicht zu letzt aufgrund der schwierigen Treppensituation und der stadtgeschichtlichen Ausstellung im Obergeschoss viele Defizite. So sei die Rentei nicht barrierefrei. 

Die alte Rentei in Meppen beherbergt bislang das Stadtmuseum. Foto: Hermann-Josef Mammes


Laut Knurbein habe es im Laufe der Jahre viele Gespräche zwischen dem Heimatverein Meppen, der Stadt und dem Landkreis Emsland gegeben. Dabei hätten sich viele Synergieeffekte herauskristallisiert, falls man das Stadtmuseum in das Ausstellungszentrum für Archäologie des Emslandes an der Koppelschleuse in Meppen integrieren würde.  

Andrea Kaltofen, Leiterin des Kulturamtes des Landkreises, stellte die baulichen und konzeptionellen Details den Meppener Ratsmitgliedern vor: "Das Archäologiemuseum wurde 1986 eröffnet und ist mein Kind", sagte die Historikerin stolz. Bereits der damalige Architekturentwurf ermöglichte einen baugleichen spiegelverkehrten Anbau. Dabei komme es den jetzigen Kooperationsplänen entgegen, dass beide museale Einrichtungen bereits seit Jahren zusammenarbeiten. Der Bauantrag für das Großprojekt sei bereits gestellt. Die Kosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro.

Das Ausstellungszentrum für Archäologie des Emslandes erhält einen Anbau. Foto: Hermann-Josef Mammes


Der Entwurf des Bauamtes der Kreisverwaltung  liegt vor. Die Kulturamtsleiterin begrüßte es sehr, dass der Anbau komplett unterkellert werde. Damit stünden in Zukunft ausreichend Lagerflächen zur Verfügung. Insgesamt entstünde ein  sehr heller Neubau. Der Eingangsbereich bleibe an seinem jetzigen Standort. Der neue Gebäudekomplex wird von zwei Satteldächern getragen. Im Erdgeschoss werde in Zukunft ein sehr großer Ausstellungsraum vorgehalten. So vergrößere sich dieser von bislang 331 auf 716 Quadratmeter. Dabei werde er so konzipiert, dass bei Bedarf ein großer bestuhlter Vortragsraum in der Raummitte entsteht.

Der Eingangsbereich des Archäologiemuseums an der Koppelschleuse in Meppen bleibt an seinem jetzigen Standort. Foto: Hermann-Josef Mammes


"Wir erhalten einen hohen Grad an Flexibilität", versprach Kaltofen. Die zweite Ebene biete weiterhin die Möglichkeit für Sonderausstellungen. Aber auch die Galerie erfahre eine bedeutende Vergrößerung um 295 auf 458 Quadratmeter. Für Kaltofen steht fest: "Die Ausstellung aus der Rentei ist hier sehr gut unterzubringen." Ein achtköpfiger Arbeitskreis erarbeite die Detailplanung. Dabei würden sich die Präsentation der Archäologie und der Meppener Stadtgeschichte seit dem Jahr 834 gut ergänzen. 

"Mich hat immer besonders der weitgehend unerforschte Teil der Christianisierung interessiert", sagte die Historikerin. Nicht nur in Meppen sei diese Zeit vom neunten bis zum elften Jahrhundert weitgehend unerforscht. Diese Übergangsphase soll in den Fokus rücken. Hierzu soll eine anstehenden Doktorarbeit beitragen. 




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