Stadt stellt Ziele bis 2030 vor Meppen hat einen Masterplan

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Stellen den Masterplan "Meppen 2030" vor: Martina Lögering (Wirtschaftsförderung), Helmut Knurbein und Bernd Ostermann (v. l.). Foto: Tim GallandiStellen den Masterplan "Meppen 2030" vor: Martina Lögering (Wirtschaftsförderung), Helmut Knurbein und Bernd Ostermann (v. l.). Foto: Tim Gallandi

Meppen. Wie soll Meppen in zwölf Jahren aussehen, was soll es seinen Bewohnern und Besuchern bieten – und was gilt es, bis dahin zu tun? Um Antworten auf diese Fragen vorzulegen, hat die Verwaltung um Bürgermeister Helmut Knurbein einen Masterplan entwickelt.

Unter anderem geht es um Image und Identität, Stichwort „Stadt am Wasser“. Um Bildung und Familie, etwa bei Angeboten der frühkindlichen Betreuung. Um Verkehr und Infrastruktur, man denke an den Ausbau von Straßen und Radwegen, nebst schnellem Internet. Und es geht um städtebauliche Entwicklung, Demografie, Klimaschutz, wirtschaftliche Potenziale, Kultur und Tourismus.

„Meppen 2030 – Modern. Mutig. Miteinander“ lautet der Titel des 16-seitigen DIN-A4-Hefts, das im Rathaus erhältlich ist und in dem sich auch auf der Internetseite der Stadt blättern lässt. Als Fixpunkt wurde 2030 gewählt, weil einige der im Masterplan umrissenen Ziele erst längerfristig umsetzbar sind.

Zehn Handlungsfelder

„Mit meinem Team habe ich mich auf den Weg gemacht, Ziele und Maßnahmen für Meppen zu formulieren“, erläutert der Bürgermeister. In mehreren Monaten wurden aus einem Sammelsurium an Vorschlägen zehn Handlungsfelder destilliert und zu Papier gebracht. Ein Team aus Mitarbeitern von Wirtschaftsförderung, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit begleitete das Vorhaben federführend mit dem Verwaltungschef.

„Der Masterplan soll lesbar sein“, sagt Knurbein, der das Skript nicht als Konzeptpapier für die Schublade verstanden wissen will. „Wir halten ein Arbeitspapier in den Händen, das unser stetiger Begleiter sein soll.“ Es lasse sich als Fahrplan wie auch als Diskussionsgrundlage sehen. Dass es Gespräche in Gang setzt, ist ausdrücklich gewollt. Debattiert werden sollen die Inhalte ohnehin in der Politik, „ohne die vieles gar nicht umsetzbar wäre“, so Erster Stadtrat Bernd Ostermann. Ebenso steht es allen Bürger frei, zu reagieren und Denkanstöße zu geben. Er wolle, sagt Knurbein, dass man ihn beim Wort nimmt.

Stadtgespräch

Im Heft werden die einzelnen Themenfelder kurz angerissen, ehe im jeweiligen Unterpunkt „Wege ebnen“ allgemeine Ziele geäußert werden, zum Beispiel „Stärkere Nutzung von E-Mobilität“ oder „Staufreier Verkehrsfluss durch die Innenstadt“. In einem weiteren Unterpunkt, „ . . . und Neues wagen“, wird es dann konkreter. Von der Forcierung des sozialen Wohnungsbaus ist die Rede, von der Etablierung einer neuen Konzertveranstaltung im Stadion, von einer neuen Anschlussstelle zur B 70 am Nagelshof. Knurbein und Ostermann weisen darauf hin, dass der Maßnahmenkatalog nicht statisch sein soll und sich durch den Dialog Änderungen ergeben können.

Einiges von dem, was im Masterplan niedergelegt ist, lasse sich als Fortschreibung des vor zehn Jahren in Gang gesetzten Leitbilds für Meppen lesen, sagt Heiko Kastner vom Leitbild-Forum. Anderes könne Grundlage für den Dialog beim nächsten Stadtgespräch sein. Diese Diskussionsrunde fand letztmals im März 2017 statt; eine nächste Ausgabe ist für den Frühherbst 2019 im Jam anvisiert.


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