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Sozialarbeiter berichtet im Ausschuss Flüchtlingssituation in Meppen entspannt sich

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Flüchtlingssozialberater Mathias Grewe berichtete den Ausschussmitglieder von seiner Arbeit. Foto: David HartmannFlüchtlingssozialberater Mathias Grewe berichtete den Ausschussmitglieder von seiner Arbeit. Foto: David Hartmann

Meppen. Die Flüchtlingssituation in Meppen hat sich in diesem Jahr deutlich entspannt. Das bestätigten Andreas Pothen aus der Verwaltung und Mathias Grewe, Flüchtlingssozialarbeiter der Stadt, im Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Senioren.

Andreas Pothen aus dem Fachbereich Arbeit, Soziales und Gesundheit klärte die Ausschussmitglieder über die aktuelle Situation der Geflüchteten in Meppen auf. Nach dem Höchststand im Juni 2016 habe sich die Lage mittlerweile deutlich entspannt, sagte Pothen. Damals lebten im Stadtgebiet noch 601 Menschen von den Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), aktuell seien es noch 178. Das Haupt-Herkunftsland sei entgegen landläufiger Erwartung Afghanistan, nicht mehr Syrien. Aktuell seien 38 Afghanen Bezieher der Asylbewerberleistungen. Da aber nach Anerkennung des Asyls die Flüchtlinge oft noch immer keine Arbeit gefunden haben, wechseln sie in den Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Insgesamt kommt Pothen so für die Stadt Meppen auf 849 Menschen aus Flüchtlingsländern, die Sozialleistungen aus dem AsylbLG oder dem SGB II beziehen. 

In diesem Jahr wurde in Meppen lediglich 15 Menschen Asyl gewehrt, nachdem 2017 noch 101 Personen aufgenommen wurden. 2016 waren es gar 279. Deshalb habe sich die Situation in den Flüchtlingsunterkünften entspannt, erklärte Pothen. Lebten die Geflüchteten, oftmals junge Männer, zuvor noch oft zu viert oder gar zu sechst in einem Zimmer, seien es nun nur noch einer oder zwei. Diese Entwicklung zeigt sich auch auf Landesebene. Von den rund 6000 Wohnplätzen in Flüchtlingsunterkünften seien nur aktuell nur knapp die Hälfte belegt, so Pothen.



Unterstützung auf allen Ebenen

Nach Pothens Bericht erklärte Flüchtlingssozialberater Mathias Grewe seine Arbeit für die Ausschussmitglieder. Auch er bestätigte den Eindruck: "Die Lage in den Flüchtlingsunterkünften hat sich entzerrt." Dennoch ziehe sich die Integration noch viele Jahre hin. Das größte Problem für Geflüchtete ist laut Grewe die deutsche Sprache. Deshalb unterstützt er die Geflüchteten bei Behördengängen, dem Briefverkehr, der Schul- und Arbeitssuche, der medizinischen Versorgung, Dingen im Vertragswesen und der Wohnungsfindung. Außerdem steht er in ständigem Kontakt mit lokalen Einrichtungen und Behörden, um für die Flüchtlinge ein Netzwerk zu schaffen. 

Der Sozialarbeiter ist tagtäglich in den Flüchtlingsunterkünften in Meppen unterwegs. Falls Konflikte auftreten sei es seine Aufgabe, lösungsorientierte Gespräche zu führen und Eskalationen vorzubeugen. Außerdem müssen manche Asylsuchende auch psychosozial beraten werden, da sie aus den Kriegs- und Krisengebieten Probleme mitbringen. 

Lob für die Arbeit Grewes gab es aus der CDU-Fraktion von Stephanie Menke. Sie empfindet es als "wichtig, dass wir die Flüchtlinge weiter unterstützen."


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