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06.11.2018, 16:32 Uhr KOMMENTAR

Meppener Stadionordnung soll Stadion sicherer machen

Kommentar von Malte Goltsche

Die Fans des VfL Osnabrück zündelten im vergangenen Jahr im Meppener Stadion. Foto: Werner ScholzDie Fans des VfL Osnabrück zündelten im vergangenen Jahr im Meppener Stadion. Foto: Werner Scholz

Meppen. Die Stadionordnung für die Heimspielstätte des SV Meppen ist überarbeitet worden. Sie soll zum Jahresende im Stadtrat verabschiedet werden. Wichtigstes Ziel: das Stadion sicherer machen. Ein Kommentar.

Mit Pyrotechnik hat man in Meppen Erfahrung. Erst vor genau einem Monat zündelten die Fans vom TSV 1860 München im Gästeblock der Hänsch-Arena. Auch der Meppener Block brannte auswärts in dieser Saison bereits in Wehen-Wiesbaden. Dabei muss jedem klar sein: das unkontrollierte Abbrennen von Bengalos ist extrem gefährlich. Deshalb ist die Strafverfolgung per Videoüberwachung und als Konsequenz ausgesprochene Stadionverbote richtig. Durch die neue Stadionordnung hat keiner etwas zu befürchten, der sich benehmen kann. Dass sie sogar gezielt homophobe, sexistische oder extremistische Äußerungen verbietet, ist ebenfalls sehr begrüßenswert.

Auch wenn eine Stadionordnung nicht komplett verhindern wird, dass Unverbesserliche weiter andere in Gefahr bringen oder beleidigen, bietet sie dennoch den notwendigen gesetzlichen Rahmen für ein möglichst gefahrloses Fußballerlebnis. 

Kompromissbereitschaft aller Beteiligten vorausgesetzt, könnte sogar die Pyrotechnik den Weg ins Stadion finden. Allerdings nur in einem vorab festgelegten und kontrollierten Rahmen. 






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