Einstimmiger Beschluss im Sportausschuss Neue Stadionordnung für die Meppener Hänsch-Arena auf dem Weg

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Die Stadionordnung für die Meppener Hänsch-Arena ist überarbeitet worden. Foto: Malte GoltscheDie Stadionordnung für die Meppener Hänsch-Arena ist überarbeitet worden. Foto: Malte Goltsche

Meppen. Der Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Senioren der Stadt Meppen hat eine neue Stadionordnung für das Stadion des SV Meppen beschlossen. Die Stadt ist Eigentümer des Geländes.

Eine neue Stadionordnung für das städtische Stadion an der Lathener Straße, der Hänsch-Arena, ist notwendig geworden, da der SV Meppen in der 3. Liga neue Auflagen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu erfüllen hat und zudem ein Videoüberwachungssystem am und im Stadion installiert wurde. Die erste Satzung stammt aus dem Jahr 1987 und wurde zuletzt 2009 und 2012 überarbeitet. Im Rahmen der regelmäßigen Sicherheitsbesprechungen mit der Polizei habe sich nun gezeigt, dass eine Änderung angebracht sei, erklärte Matthias Wahmes, Verwaltungsvorstand Recht, Sicherheit, Bildung, Soziales der Stadt. 

Änderungen dank Videoüberwachung

In der Stadionordnung sind die grundlegenden Regeln für die Benutzung des Geländes und für das Verhalten der Besucher bei Veranstaltungen festgelegt. Die größten Änderungen an der neuen Ordnung ergeben sich aus dem im Zuge der Sanierung des Stadions neu errichteten Videoüberwachungssystem und einem ausgeweiteten Sicherheitskonzept. Laut der Ordnung werden nun sowohl das Stadion als auch angrenzende Verkehrsflächen videoüberwacht. Diese Daten sollen ausschließlich für die Zwecke der Strafverfolgung verwendet werden, erklärte Wahmes im Ausschuss. Man erhoffe sich davon auch eine abschreckende Wirkung zur Prävention von möglichen Straftaten. Dazu gehört neben Körperverletzungen auch das Abbrennen von Pyrotechnik. 

Die Videokameras überwachen den gesamten Stadionbereich und die Eingänge an der Hänsch-Arena. Foto: Malte Goltsche


Neben dem Sicherheitsaspekt ergeben sich aus der Zugehörigkeit des SV Meppen zur 3. Liga weitere Änderungen. So werden alle Drittligaspiele live über den Streaminganbieter Telekom Sport übertragen. Deshalb willigen alle Besucher einer Veranstaltung in der Hänsch-Arena künftig mit ihrem Zutritt zum Stadion ein, dass Bild- und Tonaufnahmen von ihnen gemacht und vervielfältigt werden dürfen. Außerdem wurde in der neuen Ordnung festgelegt, dass die Stadt Meppen zwar das Hausrecht ausübt, dieses aber auf den SV Meppen überträgt. Der Verein darf wiederum das Hausrecht auf jeweilige Veranstalter, die Polizei oder andere Ordnungs- und Sicherheitsdienste übertragen.

Fanverhalten geregelt

Auch das Verhalten der Fans wird in der Stadionordnung geregelt. So sind nach der neuen Ordnung nicht nur rechtsextreme und rassistische Parolen, Gesten und Gegenstände untersagt, sondern auch sexistische, homophobe, antisemitische oder linksextreme. Zudem wurden weitere Mitbringsel wie Rundschals, die der Vermummung dienen könnten, Rucksäcke mit einem größeren Format als DIN A4 und Aufkleber verboten. Außerdem wurde die Länge für Fahnenstangen neu geregelt. Sie beträgt nun 1,50 Meter. Für Choreographien oder besondere Anlässe können aber laut Paragraph zwölf der Ordnung Ausnahmeregelungen gestattet werden. Dazu müssten Fangruppen rechtzeitig einen entsprechenden Antrag beim Veranstalter stellen. 

Auch das Mitbringen von Aufklebern ist zukünftig für die Besucher von Veranstaltungen im Meppener Stadion verboten. Foto: Malte Goltsche


Der Beschlussvorschlag der Stadt, der mit dem SV Meppen und der Polizei abgestimmt worden ist, wurde von den Mitgliedern des Ausschusses einstimmig angenommen. CDU-Ratsmitglied Jürgen Schwering sagte: "Für alle Beteiligten muss klar sein, wo im Stadion die Grenzen sind, damit auch Familienväter mit ihren Kindern sorgenfrei ins Stadion gehen können." Die neue Ordnung soll am 13. Dezember vom Stadtrat verabschiedet werden.


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